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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick: Knastträume und Sexbeichten

Während Menowin Fröhlich im Knast nichts gelernt hat, plant die wissenshungrige Daniela Katzenberger eine Weiterbildung. Sexuell begierig zeigten sich dagegen Goldie Hawn und Jennifer Lopez.

Von Stefan Mielchen

In wenigen Wochen ist Weihnachten. Einer jedoch kann das Fest der Liebe bereits jetzt kaum abwarten: Menowin Fröhlich. Der "DSDS"-Rüpel mit der abwechslungsreichen Sozialprognose hatte in dieser Woche zwei Tage Freigang aus dem Knast. Und was machte er? Er drehte ein Ding! Genauer gesagt ein Musikvideo: "Waiting for Christmas" heißt das Machwerk, das auf der nach oben offenen Schmalzskala Höchstwerte erreicht. "I can't make my old mistakes undone" heißt es darin reuig. Richtig! Doch warum Fröhlich seine alten Fehler gleich wieder begeht, bleibt sein Geheimnis - für den Song gehört der 24-Jährige jedenfalls weiterhin eingebuchtet. Seine säuselnde Erklärung macht die Sache auch nicht besser: "Für mich war es wichtig, den Leuten zu zeigen, wie viel Emotion, wie viel Liebe in dem Menowin steckt", sagte er während seiner Knast-Pause und drohte: "Ich interessiere mich, wenn ich draußen bin, erst mal nur für die Musikwelt - nicht die Damenwelt." Da sollte der Nikolaus dem Menowin wohl bald mal zeigen, wo die Rute hängt.

Ein Milchbubi macht sich interessant

Im Unterschichtenfernsehen droht derweil gerade ein kleiner Verdrängungswettbewerb. Daniela Katzenberger, deren künstliche Intelligenz bislang im Bereich Doppel-D daheim war, will bald eine Ausbildung beginnen. Auf dem Arbeitsamt sollen sie schon in Deckung gegangen sein. Der Grund für Danis Zukunftspläne: Ihrer "Vox"-Show "Natürlich blond" rückt offenbar Marc Eggers zu Leibe. Das Hamburger Breakdance-Model und Ex-Supertalent soll nach einem Bericht der Zeitschrift "In" als neuer Reality-TV-Star des Senders aufgebaut werden. Muskeln statt Möpse - die Katze scheint auf alles gefasst zu sein. "Man muss immer einen Plan B haben", sagte sie in dieser Woche. "Und meiner ist, dass ich eine Ausbildung zur Visagistin mache." Schöne Idee! Sobald Daniela das schwierige Wort unfallfrei über die Lippen bekommt, sprechen wir uns wieder.

Sonst noch jemand mir Promo-Bedarf? Ach ja, Robert Pattinson muss derzeit seinen neuen Film vermarkten. Damit die "Twilight"-Saga im vierten Aufguss nicht langweilig wird, soll ein wenig Sex die Sache richten. Und weil der 25-Jährige weiß, was er seinen ausgehungerten Fans schuldig ist, legte er in dieser Woche pflichtschuldig seine privaten Präferenzen offen: "Ich habe eine Vorliebe für wilde Liebe und wilden Sex", gestand er im französischen Fernsehen und erklärte: "Ich habe schon einige Wände kaputtgeschlagen." Natürlich, du Angeber! Auch während des Drehs mit Filmpartnerin Kirsten Stewart will er das Bett ruiniert und sich gefragt haben, warum es keinen Porno zu sehen gab. Was man halt so sagt, wenn man sich als Milchbubi interessant machen muss.

So viel öffentlicher Nahverkehr war lange nicht

Da loben wir uns doch Goldie Hawn oder Jennifer Lopez. Den beiden Damen traut man wenigstens zu, was in dieser Woche über sie geredet wurde. "Goldie braucht verschiedene Männer - für jede Stimmung einen", ließ etwa Hawns Vater Rut verlauten - es geht eben nichts über echten Familiensinn. Ex-Gatte Bill plauderte ebenfalls aus dem Nähkästchen der Unersättlichen: "Wir trieben es in Restaurants, Backstage bei Konzerten, im Zug, Flugzeug, Auto." So viel öffentlicher Nahverkehr war lange nicht! Und auch J.Lo scheint mit 42 noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt zu sein. Derzeit soll sie sich mit ihrem 18 Jahre jüngeren Toy-Boy Casper ausschließlich im Bett aufhalten. Was man verstehen kann: Erstens hört der Schöne auf den Nachnamen Smart, und zweitens ist der 24-jährige Tänzer mehr als beweglich. Kein Wunder also, dass die britische "Sun" nur fünf Worte brauchte, um den wahren Kern dieser tiefen Beziehung freizulegen: "Es geht nur um Sex."

War sonst noch was? Na klar: Nachdem in der vergangenen Woche der Integrations-Bambi für Bushido so viel Aufregung verursachte, konnte die wichtigste moralische Instanz im Lande nicht länger schweigen. Heino gab medienwirksam sein Rehkitz zurück! Jetzt will der Burda-Verlag die Statuette zugunsten benachteiligter Kinder versteigern lassen. Ein echter Scoop für Heino, denn der steht damit gleich doppelt gut da - und tritt noch nach. Bushido sei kein Vorbild für die Jugend, mahnte der blonde Barde. Ganz im Gegensatz zu ihm, versteht sich: "Ich lebe schon mein Leben lang nach den Zehn Geboten", behauptete der 72-Jährige. Das allerdings ist kein großes Kunststück, sondern reines Glück. Das elfte Gebot wurde schließlich damals im Neuen Testament einfach vergessen: "Du sollst keine Volksmusik singen!"