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Tod von Halyna Hutchins Alec Baldwin teilt wütende Verteidigungsrede von Set-Mitarbeiterin

Alec Baldwin
Alex Baldwin hat sich nach dem tragischen Unglück bereits mehrfach zu Wort gemeldet
© Sonia Moskowitz Gordon/ / Picture Alliance
Nach dem tödlichen Schuss am Set des Westerns "Rust" wurden Stimmen laut, die die Produktionsbedingungen stark kritisierten. Nun verteidigte die Kostüm-Designerin mit wütenden Worten die Produktion. Alec Baldwin teilte ihren Post auf Instagram.

"Lest das", schrieb Alec Baldwin nur und teilte auf Instagram gleich sieben Screenshots mit langem Text. Es ist eine wütende Verteidungsrede für die Produktion des Westerns "Rust", an dessen Set Baldwin versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschoss. Geschrieben hat sie die Kostüm-Designerin Terese Magpale Davis, wie aus den Screenshots hervorgeht. 

"Ich habe genug von dieser Version der Geschichte", schrieb sie bereits am 30. Oktober auf Facebook. "Die Geschichte, dass wir so überarbeitet waren und um uns herum nur Chaos und unsichere Arbeitsbedingungen herrschten, ist Bullshit", so Davis. 

Seit dem tragischen Unglück am Set, bei dem der Regieassistent für eine Szenenprobe Baldwin versehentlich eine geladene Waffe in die Hand gab, meldeten sich zahlreiche kritische Stimmen zu Wort. Vor allem die Unerfahrenheit der erst 24-jährigen Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed wurde thematisiert und auch, dass kurz vor dem Vorfall sechs Mitarbeiter:innen aus Protest über die Arbeitsbedingungen das Set verließen, sorgte für Aufsehen.

Es gehe hier um Waffen-Sicherheit

Davis schreibt nun, das viele der Anschuldigungen falsch seien. So habe die protestierende Kamera-Crew nicht aus Helden bestanden, die Leute hätten lediglich Forderungen nach schickeren Hotelzimmern gestellt. Mit Einverständnis der Gewerkschaft seien sie ersetzt worden - mit Profis, die auf der Warteliste der Gewerkschaft standen und nicht, wie häufig geschildert, mit Amateuren. Auch die Erfahrung von Gutierrez-Reed sei üblich für so eine Low-Budget-Produktion gewesen. 

Sie hätten außerdem anders als dargestellt nur ein einziges Mal mehr als zwölf Stunden am Tag gearbeitet. Die Produzent:innen, die sich angeblich nicht für die Crew interessierten, hätten ohne Pause mit ihnen gemeinsam gearbeitet. "Das waren die zugänglichsten und herzlichsten Produzenten, mit denen ich je gearbeitet habe. Beschwerden wurden angehört und bearbeitet. Sogar diesen Kamera-Trotteln wurde zugehört und viele Forderungen auch erfüllt, bis es zu viel wurde", schreibt Davis. Natürlich sei sie sauer auf den Regieassistenten, der Baldwin die Waffe gab, ohne diese zu prüfen. "Aber ich werde nicht so tun, als sei er die ganze Zeit über achtlos gewesen."

Es gehe hier um Waffen-Sicherheit. Sie werde in Zukunft immer darauf bestehen, dass das Waffenprotokoll eingehalten werde und das laut äußern - auch, wenn es nicht ihre Aufgabe sei. "Ich will nie wieder deshalb jemanden verlieren, den ich liebe. Ich werde in Halynas Namen dafür kämpfen, dass es bessere Waffensicherheit am Set gibt", so die Kostüm-Designerin.

Auch Alec Baldwin hatte kürzlich in einem kurzen Interview die Produktion des Westerns, an der er auch beteiligt ist, als "wie geölt" beschrieben.

sst

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