HOME

Skandalschauspielerin: Drogen, Depressionen, Absturz: Amanda Bynes spricht über ihre schwere Vergangenheit

Heute schämt sie sich dafür: Amanda Bynes hat im "Paper"-Magazin über ihre Drogenvergangenheit und ihren Absturz gesprochen.

Amanda Bynes vor ihrem großen Absturz bei einem Auftritt in Los Angeles

Amanda Bynes vor ihrem großen Absturz bei einem Auftritt in Los Angeles

Amanda Bynes "mochte den Geschmack von Alkohol nie" - und griff zu Marihuana. "Mit 16 Jahren habe ich angefangen, Marihuana zu rauchen. Obwohl alle dachten, ich sei das 'gute Mädchen', habe ich von diesem Zeitpunkt an Marihuana geraucht", verriet der ehemalige Kinderstar in der jährlichen "Break The Internet"-Ausgabe des "Paper"-Magazins.

Amanda Bynes gibt erstes Interview seit Jahren

Sie sei damals "nicht süchtig geworden", erinnert sie sich weiter. Sie sei auch nicht ausgegangen und habe gefeiert und sie habe sich auch nicht zum Narren gemacht... "noch nicht", wie Bynes hinzufügte. Die 32-Jährige erzählte auch, dass sie mit Drogen wie Ecstasy experimentiert habe, dreimal habe sie Kokain probiert, "aber ich bin nie high geworden von Kokain" - dann habe sie mehr über Amphetamine gelesen und dass Frauen dadurch angeblich schlank blieben, das sei etwa zu der Zeit gewesen, als sie in "Hairspray" zu sehen war. Der Film lief 2007. Sie habe einem Arzt die Symptome einer Aufmerksamkeitsstörung vorgespielt, sagte sie, um an Medikamente zu kommen.

"Ich schäme mich"

Über Dreharbeiten aus dem Jahr 2010 erzählt die Schauspielerin: "Ich erinnere mich, wie ich einen Haufen von [den Tabletten] gekaut hatte und total zerfahren und nicht in der Lage war, mich auf meine Zeilen zu konzentrieren oder sie für diese Angelegenheit auswendig zu lernen." Zusätzlich hätte sie ihr Aussehen nicht gemocht, schließlich sei sie aus dem Projekt ausgestiegen.

Nach dem Film "She's The Man - Voll mein Typ", in dem sie die meiste Zeit als Junge verkleidet zu sehen ist, sei sie depressiv geworden. "Ich hatte vier bis sechs Monate lang eine schlimme Depression, weil ich nicht mochte, wie ich als Junge aussah." Auch in dem Film "Einfach zu haben" (2010) mochte sie sich selbst nicht sehen: "Ich war absolut überzeugt, dass ich mit dem Schauspielern aufhören musste, nachdem ich ihn gesehen hatte." Und ihren Ausstieg gab Bynes dann auch bekannt, allerdings passierte auch da ein Fehler, wie sie heute sagt: "Ich hätte es in einer Presseerklärung machen sollen - aber ich habe es über Twitter gemacht. Echt klasse! Aber wissen Sie, ich war high und ich dachte: Wisst ihr was? Ich bin so drüber, also habe ich es einfach getan. Aber es war wirklich dumm und ich sehe das jetzt. Ich war jung und dumm", so Bynes weiter.

"Dunkle, traurige Welt"

Nachdem sie mit der Schauspielerei aufgehört hatte, habe sie "keinen Sinn mehr im Leben" gesehen, sagte sie weiter. Sie sei wirklich den ganzen Tag lang zugedröhnt gewesen: "Es wurde eine wirklich dunkle, traurige Welt für mich." Auf Twitter schlug sie damals verbal wild um sich. 2014 wurde Bynes dann gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.

"Ich schäme mich wirklich für die Dinge, die ich gesagt habe. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, aber wenn ich könnte, würde ich es tun. Und es tut mir sehr leid, dass ich Menschen wehgetan und angelogen habe, weil es mich wirklich fertigmacht. Ich fühle mich so schrecklich und traurig", so Bynes. "Alles, woran ich mein ganzes Leben gearbeitet habe, habe ich irgendwie durch Twitter ruiniert."

Inzwischen ist Bynes fast vier Jahre lang clean und wird im Dezember einen Abschluss vom Fashion Institute of Design and Merchandising erhalten. Die Tage ihrer Drogenexperimente seien "lange vorbei. Ich bin nicht traurig darüber und vermisse es nicht, weil ich mich wirklich schäme, wie diese Substanzen mich handeln ließen. Als ich von ihnen weg war, war ich wieder ganz normal und erkannte sofort, was ich getan hatte - es war, als wäre ein Alien in meinen Körper eingedrungen. Das ist so ein komisches Gefühl", sagte Bynes.

Fotos aus der Jugend: Erkennen Sie diesen deutschen Schlagerstar? So sieht er heute nicht mehr aus
ls / SpotOnNews