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Podcast "Paardiologie": Er wird "so schlecht behandelt wie sonst keiner": Weiter dicke Luft bei Charlotte Roche

Es ist Valentinstag, doch nach Romantik ist Charlotte Roche und ihrem Mann derzeit nicht zumute. Das liegt auch an dem Umgangston der Moderatorin.

Charlotte Roche

Charlotte Roche hat gut lachen.

DPA

Ausgerechnet am Valentinstag erscheint die neue Folge von "Paardiologie". Dabei dürfte Charlotte Roche und ihrem Ehemann Martin Keß-Roche gar nicht nach Feiern zumute sein: Ihre Beziehungskrise ist noch nicht überstanden. Was also tun, wenn die Gegenwart trist ist? Die beiden wählen die naheliegende Ausflucht und erinnern sich an vergangene romantische Zeiten.

Das ging solange gut, bis Keß-Roche das Gespräch auf eine ernste Frage lenkte: Warum behandelt man ausgerechnet den Partner viel schlechter als alle anderen Menschen, wollte er von seiner Frau wissen. Seine Beobachtung: Paare streiten sich öffentlich unglaublich hart und respektlos. Mit einer Härte und Verachtung, die sie weniger nahe stehenden Menschen niemals entgegenbringen würden.

Charlotte Roche bezieht die Frage auf sich

Roche verstand sofort den Hintergrund der Frage: "Du meinst natürlich uns", sagte sie, und setzte zur Rechtfertigung an. Zuhause zeige man sich von allen seinen Seiten. Wenn es einem schlecht geht, dann lasse man sich eben hin und wieder benimmtechnisch gehen und zeige sich sozial und empathisch nicht immer von der besten Seite.

Der Autorin ist aber auch bewusst: "Du wirst teilweise so schlecht behandelt wie sonst keiner." Dafür gebe es aber einen Grund. Sie können anderen ja nicht zeigen, wie sie wirklich sei. Und verkauft die kratzbürstige Art ihrem Mann sogar als Vorzug: "Sei froh, dass ich dich nicht mit Samthandschuhen anfasse, denn wir haben eine echte Beziehung." Nähe erzeuge Reibung, und umgekehrt erzeuge Reibung Nähe.

Menschen, die man im Sack hat

Sie wisse, dass ihr Mann manchmal neidisch darauf sei, wie gut sie dagegen andere behandele. "Obwohl das ja keine richtige Beziehung ist, wenn die nicht wissen wie ich bin." Andere könnten sie nicht so auf die Palme bringen wie er, weil die Gefühle nicht so groß seien. Das sei eben so bei Menschen, die man im Sack habe.

Eine merkwürdige Formulierung, bei der Martin Keß-Roche sofort einhakt. Er klagt über ausartende, gnadenlose Kritik von ihr bei nur kleinen Verfehlungen. Das sei richtig verletzend. "In der Summe wird es irgendwann so viel, dass das schwer wegzudrücken ist", sagt der Medienmanager. Sie benutze Partner als Dampfablader, gibt Roche zu. 

Charlotte Roche

Zum Ende der Sendung wird sie dann aber ganz weich. "Ich liebe dich sehr, Martin", sagt sie, und beteuert, sie wolle bei ihm bleiben. Dann wählt sie einen schrägen Vergleich: "Ich will dich befrieden, so wie die USA den Irak." Martin Keß-Roche antwortet kühl: "Das spiegelt aber auch in etwa unser Kräfteverhältnis gerade wieder."

Bis die zwei die Friedenspfeife rauchen, wird es wohl noch eine Weile dauern.

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