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Crowdfunding Katherine Heigl muss Fans für neuen Film anschnorren


Hollywood-Star Katherine Heigl ist offenbar knapp bei Kasse: Die Schauspielerin wirbt für ihren neuen Film um Spenden bei ihren Fans. Doch die zeigen bislang wenig Interesse.
Von Frank Siering, Los Angeles

Noch vor wenigen Jahren galt Katherine Heigl als die neue Julia Roberts in Hollywood. Die Mischung aus Sexappeal, Vamp und Komikerin zugleich begeisterte die Studiobosse ebenso wie die Fans. Schnell kassierte die Schauspielerin Gagen im zweistelligen Millionenbereich und avancierte praktisch über Nacht zum Shooting-Star.

Doch bei dem rasanten Aufstieg mit Filmen wie "Knocked Up", "27 Dresses" und natürlich ihrer TV-Rolle in "Grey's Anatomy" machte Heigl ein paar grobe Fehler. Ihre Mutter managte die rasante Blondine mit eiserner Hand, stellte angeblich horrende Forderungen, machte Manager und Studiobosse wütend.

Hinzu kam, dass Heigl schnell die Reputation aufbaute, "schwierig im Umgang zu sein". Ein absolutes "No, No" in Hollywood. Die rote Flagge war gehisst, Heigl bekam immer weniger Jobangebote und fiel aus der A-Liste genauso schnell heraus wie sie hineingeschlittert war.

Wie unbeliebt Heigl mittlerweile tatsächlich in der Filmbranche zu sein scheint, beweist die jüngste Handlung der 37-Jährigen. Für ihren neuen Film "Jenny's Wedding" versucht sie sich über die Finanzierungsplattform indiegogo.com und damit dem in Hollywood immer beliebter werdenden "Crowd Funding".

"Ohne euch kriegen wir es nicht hin"

Über ihre Webseite bat Heigl zusammen mit ihren Produzenten ihre "Fans", die Finanzierung des Films durch eine kleine Spende zu ermöglichen. Heigl sagte in einer Videobotschaft auf der Seite: "Wir könnten eure Hilfe gut gebrauchen. Ohne euch kriegen wir es nicht hin."

Heigl und die Produzenten weiter: "Wir haben einen tollen Film hingelegt. Aber jetzt wollen wir im Schnitt und der Farbkorrektur wie auch im Soundmix und der Musik weiterhin auf dem höchsten Level arbeiten. Bitte lasst uns nicht im Stich", so Heigl. Die Schauspielerin bot im Gegenzug für eine Spende an, 100 Poster mit einer persönlichen Nachricht zu unterschreiben und 85 Fotos aus der Produktion an Spender herauszugeben.

Bis zum Montag allerdings erhob noch kein einziger "Heigl-Fan" Anspruch auf ein einziges Foto. Und kein einiziger Anhänger wollte bisher auch nur ein handsigniertes Poster für 400 Dollar ersteigern.

Bislang sammelte indiegogo.com gerade mal 18.293 Dollar für Heigls neuen Film ein. Ziel ist jedoch, mindestens 150.000 Dollar von Spendern einzutreiben. Bis zum 28. März soll es erreicht sein. Doch selbst Heigl macht sich wohl kaum noch Hoffnung, dass ihre Fans tief ins Portemonnaie greifen werden, um sie schon bald wieder im Kino zu sehen.


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