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Waldbrände in Kalifornien "Fahrt und haltet nicht an!": Dana Schweiger schildert ihre Flucht aus Malibu

Waldbrände in Kalifornien zerstören Villen der Stars - und die sind mächtig sauer auf Trump
Die aktuelle Feuerkatastrophe zählt zu den schlimmsten Flächenbränden in der Geschichte Kaliforniens. Viele Stars haben im Küstenort Malibu und in dem angrenzenden Hügelland teure Anwesen. Auch Thomas Gottschalks Villa trifft das Feuer mit voller Wucht. Der 68-Jährige ist zum Zeitpunkt des Brandes in Deutschland. Seine Frau Thea sitze nun in einem Hotelzimmer, sagte Gottschalk der dpa. Auch Gottschalks direkte Nachbarin Miley Cyrus trauert um ihre Villa. Via Instagram gibt die Sängerin bekannt: "Ich bin am Boden zerstört (...). Ich gehöre zu den Glücklichen. Meine Tiere und die Liebe meines Lebens sind sicher und das ist alles, was wichtig ist." Schauspieler Gerard Butler postet ein Foto, das ihn vor den Trümmern seines Hauses zeigt. "Es ist eine herzzerreißende Zeit für Kalifornien. Mehr denn je inspiriert von dem Mut, der Einstellung und Hingabe der Feuerwehrmänner." Viele Stars sind unterdessen empört von einem Tweet des US-Präsidenten. Donald Trump gibt den kalifornischen Forstämtern eine Mitschuld an den verheerenden Bränden, die seiner Ansicht nach, verhindert hätten werden können. "Es gibt keinen Grund für diese massiven, tödlichen und teuren Feuer in Kalifornien außer dem schlechten Forstmanagement", schreibt Trump auf Twitter. Til Schweiger, der mit seiner Familie aus seiner Villa in Malibu fliehen musste, ist wütend. "Donald Trump, wie können Sie es wagen?!" Auch Katy Perry zeigt sich empört: "Dies ist eine absolut herzlose Antwort", schreibt die Sängerin auf Twitter. Unterdessen machen zahlreiche Stars ihren Respekt für die Feuerwehrleute kund. Sängerin und Schauspielerin Lady Gaga bekommt für dieses Statement viel Zuspruch: "Ihr seid wahre Helden", schreibt der Star auf Twitter. Besonders tragisch ist das Flammenmeer für die Kleinstadt Paradise im Norden Kaliforniens. Dort zerstörte das Feuer bereits mehr als 6000 Häuser. In Paradise und in Malibu starben mindestens 31 Menschen in den Flammen.
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Dana Schweiger gehört zu den Menschen, die auf der Flucht vor dem Feuer in Malibu alles zurücklassen mussten. Sie floh mit ihrer Tochter Emma im Schlafanzug - und weiß nicht, ob ihr Haus noch steht.

Das Feuer-Drama in Kalifornien hat auch Dana Schweiger getroffen. Wie die Ex-Frau von Schauspieler Til Schweiger der "Bild"-Zeitung erzählte, musste sie gemeinsam mit Tochter Emma aus ihrem Zuhause nach Santa Monica flüchten. Inzwischen seien sie bei Freunden in Los Angeles untergekommen. Ob ihr Haus noch stehe, sei ungewiss, da im Moment niemand in das betroffene Gebiet gelassen werde.

Insgesamt habe die Evakuierung sechs Stunden gedauert. "Ich habe eine Nachricht um 6.30 Uhr morgens bekommen, in der stand, dass wir evakuiert werden. Ich dachte, wir hätten noch Zeit, aber meine Freundin schrieb mir, dass wir sofort unser Haus verlassen müssen", sagte die vierfache Mutter.

Sie beschreibt die Flucht als sehr dramatisch, denn nicht nur Schweiger und ihre Tochter waren im Haus, sondern noch sechs Freunde ihrer Kinder Luna und Valentin, die aus Deutschland zu Besuch waren. "Diese Verantwortung! Niemand war wach. Ich schrie: 'Ihr müsst sofort aufstehen! Wir werden evakuiert! Nehmt eure Pässe, Zahnbürsten und Computer! Nehmt eure Autoschlüssel und wir treffen uns in der Einfahrt. Schaut wie viel Benzin ihr noch habt. Wir treffen uns in Santa Monica. Fahrt und haltet nicht an!'" berichtet Schweiger.

Dana Schweiger floh im Schlafanzug

Sie selbst habe sich die Hunde und persönliche Erinnerungsstücke wie "geerbte Schmuckstücke von meiner Oma und alte Familienfotos aus den letzten 25 Jahren" sowie Ausweis, Geburtsurkunden und Geld geschnappt und sei dann im Schlafanzug aus dem Haus gerannt.

Insgesamt wurden 150.000 Menschen evakuiert, auf den Straßen herrschte Chaos und Stau. "Wir fühlten uns in Malibu eigentlich immer sehr sicher. Aber als ich die Tausenden von Menschen gesehen habe, habe ich schon Angst bekommen", gesteht Schweiger. Zwischenzeitlich hatte sie auch ihre Tochter Emma aus den Augen verloren, weil die im Auto der Freunde saß. "Das Schlimmste war, als ich nicht mehr telefonieren und ihr Auto nicht mehr im Rückspiegel sehen konnte." Erst in Santa Monica trafen sich Mutter und Tochter wieder.

Wann sie in ihre Wohngegend zurück können, sei ungewiss. "Malibu ist im Ausnahmezustand. Es gibt ja keine Infrastruktur, kein Gas, kein Wasser und keine Elektrizität mehr. Alles ist niedergebrannt." Das Wichtigste sei jedoch, dass es ihrer Tochter gut geht. "Der Rest ist mir egal", so Schweiger.

jum

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