HOME

Familie äußert sich: Vater von Daniel Küblböck: "Ich habe alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern"

Fünf Tage nach dem Verschwinden von Daniel Küblböck meldet sich seine Familie mit einem emotionalen Statement zu Wort. Der Vater spricht von einer "Psychose" unter der sein Sohn gelitten habe.

Vermisster "DSDS"-Star: Das bewegte Leben des Daniel Küblböck

Am Sonntag ging Daniel Küblböck auf einem Aida-Schiffe über Bord, und wird seitdem vermisst. Am Montag stellten die Rettungskräfte wegen der geringen Überlebenschancen in dem eiskalten Wasser die Suche ein. Nun hat sich die Familie des ehemaligen Teilnehmers von "Deutschland sucht den Superstar" mit einem Statement an die Öffentlichkeit gewandt. Darin wird mehrfach der Vater des Sängers direkt zitiert. "Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit kurzem psychische Probleme, die man wohl am besten mit einer Art Psychose beschreiben kann", schreibt Günther Küblböck.

Sein Sohn habe in den vergangenen Wochen eine "plötzliche Wesensveränderung" durchgemacht, die der Familie "große Sorgen" gemacht habe. "So habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern." Dies sei dem Vater allerdings nicht gelungen. Daher habe er "die Verantwortlichen des Schiffes" darum gebeten, "ein besonderes Auge auf Daniel zu haben". Entgegen aller Gerüchte sei sein Sohn "alleine und ohne Begleitung" an Bord des Schiffes gegangen.

Daniel Küblböck und sein Vater Günther

Daniel Küblböck und sein Vater Günther 2003 in München

Picture Alliance

Der Zustand von Daniel Küblböck soll sich massiv verändert haben

Die beschriebene Wesensveränderung habe sich "in vielen Facetten" geäußert, zuletzt darin, dass sich sein Sohn als Frau zeigte, schreibt Vater Küblböck. "Ich kann ganz klar sagen, dass Daniel seit seiner Jugend niemals auch nur ansatzweise erwähnt hat, er würde sich wünschen, eine Frau zu sein." Im Gegenteil habe er in den letzten Jahren "immer auf ein sehr männliches Auftreten geachtet". Auffällig sei gewesen, dass sich Daniels Zustand "massiv verändert habe" durch seine "intensive Vorbereitung auf die Frauenrolle, die er zu seinem Abschlussstück an der Schauspielschule spielen sollte". Sein Sohn habe "diese Ausbildung sehr ernst genommen".

Dass sein Sohn den vermuteten Suizid geplant habe, könne der Vater für sich "zu hundert Prozent ausschließen". Dies habe Daniel "nur in einem Ausnahmezustand" tuen können.

Die Familie habe "alles versucht", Daniel "die nötige Hilfe zukommen zu lassen". Daniel sei "ein liebenswerter und vielschichtiger Mensch" gewesen. "Wir vermissen dich", sind die letzten Worte des Statements. 

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Dieter Bohlen und Daniel Küblböck 2003 auf einer Pressekonferenz. 

fin