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Sechs Monate nach Verschwinden: Daniel Küblböcks Vater will seinen Sohn für tot erklären lassen

Seit genau sechs Monaten fehlt von Daniel Küblböck jede Spur. Nach dem Verschollenengesetz kann er ab jetzt für tot erklärt werden. Sein Vater möchte dies tun, um einen Abschluss zu haben.

Küblböck

Daniel Küblböck, links, mit seinem Vater Günther auf einem Archivbild aus dem Jahr 2003.

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Am 9. März ist es genau sechs Monate her, dass Daniel Küblböck spurlos von Bord der "Aida Luna" verschwand. Der Vater des Entertainers will mit dem Vermisstenfall abschließen. "Ich werde ihn für tot erklären lassen. Wir müssen irgendwann diesen Schritt gehen, weil es abgeschlossen werden muss", sagte Günther Küblböck der "Bild"-Zeitung. 

Der 33-jährige Sänger und Schauspielschüler, mit vollem Namen nach einer Adoption Daniel Kaiser-Küblböck (Mehr dazu lesen Sie hier), verschwand am 9. September 2018 vor der Küste Kanadas von Bord des Kreuzfahrtschiffes. Die Ermittler gehen von einem Suizid aus. Günther Küblböck sieht ebenfalls diesen Hintergrund: "Daniel war nicht mehr er selbst. Er litt unter einer Psychose." 

Daniel Küblböck verschwand vor einem halben Jahr

Küblböck könnte nun ein halbes Jahr später ab sofort für tot erklärt werden: Ist es wahrscheinlich, dass ein Mensch nicht mehr lebt, kann ein Gericht auf Antrag den Tod erklären. Dies regelt das Verschollenheitsgesetz. Das Gesetz sieht für eine Todeserklärung unterschiedliche Fristen vor. Allgemein kann jemand für tot erklärt werden, wenn er seit zehn Jahren als verschollen gilt. Wenn Menschen bei einer Fahrt auf See verschwinden, gilt eine kürzere Frist von sechs Monaten.

Der Vater plant nach eigenen Worten, eine Gedenktafel für seinen Sohn aufzustellen. "Das machen wir aber sehr privat", sagte er der "Bild". Eine Trauerfeier sei nicht geplant.

Video zeigt Person, die von Bord springt

Die Passauer Staatsanwaltschaft hatte Ende Februar erklärt, die Ermittlungen zum Verschwinden seien noch nicht abgeschlossen. Hinweise auf Fremdeinwirkung habe es nicht gegeben. Zudem zeige ein Überwachungsvideo des Kreuzfahrtschiffes, wie zur fraglichen Zeit eine Person von Bord springe. 

Einen Tag nach Küblböcks Verschwinden hatte die kanadische Küstenwache die Suche nach ihm - wegen der kurzen Überlebenschance im kalten Wasser - eingestellt. Der gebürtige Niederbayer hatte in der ersten Staffel der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" im Jahr 2003 den dritten Platz belegt.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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rös / dpa