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Konter gegen Pöbler: Facebook entschuldigt sich für Löschung von Hayali-Post

Mit einem ironischen Konter-Kommentar gegen einen Pöbler sorgte Dunja Hayali auf Facebook für Aufsehen. Kurz darauf wurde der Eintrag der ZDF-Moderatorin allerdings gelöscht. Offenbar aus Versehen.

Dunja Hayali

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, hier bei der Verleihung des Henri-Nannen-Preises im April 2017 in Hamburg

Facebook hat sich dafür entschuldigt, den aufsehenerregenden Eintrag von Dunja Hayali entfernt zu haben, mit dem die ZDF-Moderatorin auf einen Pöbler reagiert hatte. "Unsere Reporting-Systeme sind dafür entwickelt, Menschen vor Missbrauch, Hassrede und Mobbing zu schützen und wir bedauern, dass gelegentlich Fehler gemacht werden, wenn solche Reports bearbeitet werden - wie jetzt im Fall von Dunja Hayali. Wir wissen, dass es frustrierend sein kann, wenn solch ein Fehler passiert und entschuldigen uns hiermit dafür", teilte eine Facebook-Sprecherin am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Moderatorin aus Berlin, die sich im Netz immer mal wieder Pöbeleien ausgesetzt sieht, postete am Abend selbst ein "Update" zu einem Eintrag vom Dienstagnachmittag: "Facebook hat die Löschung des Beitrages rückgängig gemacht." Zuvor hatte Hayali geschrieben: "Einigen von Ihnen ist es schon aufgefallen: Facebook hat den Beitrag zu Emre gelöscht." Darunter postete sie den unleserlich gemachten Eintrag mit einem Hinweis von Facebook: "Wir haben den unten stehenden Beitrag entfernt, weil er nicht den Facebook-Gemeinschaftsstandards entspricht."

Dunja Hayali: Diskussionssendung über Abschiebung

Hayali, die am Mittwochabend um 22.15 Uhr in ihrer ZDF-Diskussionssendung mit ihren Gästen über das Thema Abschiebung diskutiert, war von einem Nutzer, der sich Emre nennt, auf ihrer Facebook-Seite wüst beschimpft worden. Die Moderatorin antwortete im ähnlichen Tonfall - und einer ähnlich schlechten Rechtschreibung. Für diesen Post erhielt sie im Netz viel Zustimmung - und bei Facebook Zehntausende "Gefällt mir"-Reaktionen.

Dunja Hayali im Interview: "Niemand muss sich für Toleranz entschuldigen!"
tim / DPA