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Royaler Rückzug: Durchbruch beim Megxit - die Queen macht Harry und Meghan viele Zugeständnisse

Prinz Harry und Meghan dürfen Teil der königlichen Familie bleiben. Das ist das Ergebnis eines Krisentreffens bei der Queen. In einer Mitteilung bezeichnete sie die Atmosphäre als "konstruktiv" - und machte dem Paar viele Zugeständnisse.

Harry und Meghan ziehen sich aus dem britischen Königshaus zurück

Königin Elizabeth II. (l-r), Meghan, Herzogin von Sussex, und Prinz Harry stehen auf dem Balkon des Buckingham-Palastes.

AP / DPA

Sie war an diesem Tag mehr Großmutter als knallharte Monarchin: Queen Elizabeth II. ist bei einem Krisentreffen auf Schloss Sandringham ihrem Enkel Prinz Harry und seiner Frau, Herzogin Meghan, sehr weit entgegen gekommen. Das Paar darf vorerst in Kanada und Großbritannien wohnen und seine Titel behalten. 

"Heute hatte meine Familie sehr konstruktive Gespräche über die Zukunft meines Enkels und dessen Familie", teilte Elizabeth II. in einer Verlautbarung mit. Darin sicherte sie dem Paar die Unterstützung zu, ein "neues Leben als junge Familie" zu beginnen. Die Queen drückte ihr Bedauern aus, dass sie nicht mehr "Vollzeit" für die Krone arbeiten würden, was wohl im Umkehrschluss bedeutet, dass Harry und Meghan nur noch teilweise öffentliche Aufgaben wahrnehmen müssen.  Für die Frage der Einkünfte sprach die Queen von einer Übergangszeit. Bis beide unabhängig von öffentlichen Geldern leben könnten, würden sie weiter finanziell von der Krone - und damit dem Steuerzahler - unterstützt.

Damit macht die Queen dem Paar viele Zugeständnisse. Offenbar ist dies der Preis dafür, dass sie eine schnelle Lösung bekommt. "Das sind schwierige Fragen, die meine Familie zu lösen hat und wir müssen weiter daran arbeiten, aber ich habe darum gebeten, innerhalb der nächsten Tage zu endgültigen Entscheidungen zu kommen", teilte die Queen weiter mit. Offen sind vor allem Detailfragen was den Schutz des Paares anbelangt. Auch ist offen, wie die beiden ihre Aufgaben wahrnehmen können, wenn sie teilweise in Kanada leben. 

+++ Oprah Winfrey verneint Einmischung +++

Sie ist eine Freundin von Meghan: US-Talkshowlegende Oprah Winfrey und die Herzogin kennen sich seit Jahren. Das US-Boulevardblatt "Ney York Post" hatte sogar unterstellt, dass Winfrey eine maßgebende Rolle beim Megxit gespielt haben könnte. Sie solle Meghan ausdrücklich zum Rückzug aus der Royal Family geraten habe. Dem widersprach die 65-Jähre nun. "Meghan und Harry brauchen meine Hilfe nicht, um für sich zu entscheiden, was das Beste für sie ist", sagte Winfrey dem Magazin "People".

+++ Prinz Harry in Sandringham eingetroffen +++

Bilder in britischen Zeitungen zeigen einen dunklen Range Rover, der am Vormittag auf Sandringham House vorgefahren ist. In dem Fahrzeug soll sich Prinz Harry befunden haben. Er selbst war nicht zu sehen. Der Wagen passierte gegen 11.20 Uhr die Pforte eines Nebeneingangs. Sein Bruder kam erst um 13.45 Uhr - 15 Minuten vor dem Beginn des Krisengipfels mit der Queen. Offenbar schwänzte er den anberaumten Lunch. Prinz Charles reiste bereits gestern mit dem Helikopter an.

+++ Angst vor Enthüllungsinterview von Harry und Meghan +++

Kurz vorm Krisengipfel kursieren Gerüchte, der Palast fürchte sich vor einem Enthüllungsinterview von Meghan und Harry. Dem Paar sollen bereits mehrere Angebote für ein exklusives TV-Gespräch vorliegen. Vermutlich würden Harry und Meghan allein damit sehr viel eigenes Geld verdienen können. Allerdings könnten sie mit einem Enthüllungsinterview der Krone massiv schaden. Erst im Dezember hatte sich Prinz Andrew im Fernsehen um Kopf und Kragen geredet. Ein Interview wird es wohl nur geben, sollte das Band zwischen Harry und seiner Familie ganz zerrissen sein.

Harry und Meghan ziehen sich aus dem britischen Königshaus zurück

+++ Prinz Harry und William geben gemeinsame Erklärung ab +++

Der Palast äußert sich nur selten zu Medienberichten, doch in diesem Fall griffen die Prinzen Harry und William persönlich ein: Die "Times" hatte berichtet, dass es zu einem Zerwürfnis zwischen den Brüdern gekommen sei. Als Grund nannte die Zeitung unter Berufung auf Palastquellen das Verhalten von William gegenüber Herzogin Meghan. Diese solle sich von der "herrischen Haltung des Herzogs von Cambridge" gemobbt gefühlt haben, hieß es. Harry und William werfen der "Times" eine Falschmeldung vor,  die sie allen "eindeutigen Dementis zum Trotz" verbreitet habe, hieß es am Mittag in einer gemeinsamen Mitteilung der Prinzen. Es sei "beleidigend" wie sie dargestellt würden, vor allem da sie sich als "Brüder, so sehr für die Fragen der psychischen Gesundheit" eingesetzt hätten.

mai