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Fernsehen und Bühne: Promi-Geburtstag vom 24. September 2018: Valerie Koch

Ob «Tatort», «Polizeiruf 110» oder «Großstadtrevier»: Es gibt kaum eine Serie im deutschen Fernsehen, in der die Schauspielerin nicht mindestens einmal eine Gastrolle übernommen hat. Aber sie meistert auch Hauptrollen - und arbeitet fürs Theater.

Valerie Koch

Die Schauspielerin Valerie Koch wird 44 Jahre alt. Foto: Uwe Anspach

Viele Fernsehzuschauer kennen ihr Gesicht, wohl deutlich weniger ihren Namen. Dabei ist Valerie Koch seit fast 20 Jahren regelmäßig auf der Mattscheibe zu sehen. Heute wird die Wahl-Berlinerin 44 Jahre alt.

Noch während ihrer Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch kamen erste Engagements an Berliner Theatern Ende der 90er Jahre. Dann debütierte Koch beim Film in der Titelrolle einer bayerischen Prinzessin: «Sophie - Sissis kleine Schwester». Das war 2001. Damals hatte sie noch die Befürchtung, ein für alle mal auf diese Rolle festgelegt zu werden. «Ich bin nicht Sophie. Ich mag nicht mit Romy Schneider verglichen werden», gestand sie der «B.Z.». Doch das «Romy-Sydrom» stellte sich bei ihr nicht ein.

Immer wieder hat Koch seitdem auf der Bühne gestanden und Stücke von Bert Brecht über Ödön von Horváth bis William Shakespeare gespielt. Zuletzt war sie 2017 in Albert Ostermaiers Drama «Glut» bei den Nibelungen Festspielen in Worms zu erleben. Mehrfach gab man ihr überdies Episodenrollen beim « » oder auch beim «Tatort». Sie war zu Gast bei «Bella Block», «Rosa Roth», bei der «SOKO Köln» und «SOKO Leipzig» und im «Großstadtrevier».

Viel Beifall war Koch seitens der Kritiker sicher, als sie 2007 im Psychothriller «Die Anruferin» neben Esther Schweins eine einsame, frustrierte Frau verkörperte. Aus ihrem trostlosen Leben versucht sie zu flüchten, indem sie sich mit verstellter Mädchenstimme telefonisch bei wildfremden Menschen meldet und um Geschichten bittet. Für diese Darstellung wurde Koch unter anderem beim Filmfest München mit einem Weißen Elefanten ausgezeichnet und für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Nach einer Nebenrolle in der Romanverfilmung von Michel Houellebecqs «Unterwerfung» (2018) mit Edgar Selge wird Koch kommendes Jahr in «Geschwister» mit von der Partie sein, wie die Filmdatenbank «ImdB.com» ankündigt. Details sind noch nicht bekannt.

Ihr Privatleben hält Valerie Koch erfolgreich unter Verschluss, Interviews gibt sie so gut wie nie, sie verzichtet auch auf soziale Medien. Öffentlich ist nur, dass sie mit dem Kameramann Benedict Neuenfels (52) verheiratet ist.

dpa