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Georg Uecker: Krebs und HIV - die schlimme Doppeldiagnose des "Lindenstraße"-Stars

1993 erfuhr Georg Uecker nicht nur, dass er HIV-positiv ist, sondern auch Krebs hat. Im stern erzählt der "Lindenstraße"-Star, wie er diese Zeit überstanden hat.

Georg Uecker

Schauspieler Georg Uecker im Juni 2017 in Köln.

Picture Alliance

Georg Uecker hat 1990 Fernsehgeschichte geschrieben. In seiner Rolle als Carsten Flöter in der "Lindenstraße" war er der erste Mann, der im TV einen anderen Mann küsst. Ein Foto dieser Szene hängt heute im Bonner Haus der Geschichte.

Der Schauspieler hatte kurz darauf jedoch andere Sorgen - wie der 55-Jährige in seiner am 22. Februar erscheinenden Autobiographie "Ich mach dann mal weiter" (Fischer Verlag) verrät. Darin schreibt Uecker über sein bewegendes Leben. So ging es dem Schauspieler im Februar 1993 nicht gut und er ließ sich medizinisch untersuchen. "Ich hatte ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Er redete nicht lange um den heißen Brei herum", schreibt er in dem Buch, aus dem die "Bild"-Zeitung vorab Auszüge abgedruckt hat. "Morbus Hodgkin, lautete die Diagnose. Das ist ein bösartiger Tumor des Lymphsystems."

Das war jedoch nicht alles. Der Arzt hatte noch eine zweite schlechte Nachricht: "Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Sie HIV-positiv sind. Das haben die Untersuchungen ebenfalls ergeben."

Georg Uecker spricht im stern

Im stern spricht der Schauspieler über diese schlimme Zeit. Denn die Doppel-Diagnose war nicht die einzige Tragödie, die ihm damals widerfuhr. Kurz zuvor war sein Freund John gestorben, die Liebe seines Lebens. "Ich habe innerhalb weniger Wochen alles verloren", sagt Uecker dem Magazin. "Vier Wochen nachdem mein Freund gestorben war, lag ich im Krankenhaus mit der Diagnose: Lymphdrüsenkrebs und HIV. Alles auf einmal. Ich bin durch die Hölle gegangen."

Um zu verhindern, dass Aids ausbricht, musste er sich der härtesten Chemo-Variante unterziehen, die es damals gab. "In meinem Körper herrschte Atomkrieg", sagt Uecker heute. Durch die schwere Zeit haben ihn Freunde und Familie gerettet. Und noch etwas: "Es gibt innere Kräfte, die größer sind, als wir ahnen - im Guten wie im Schlechten."

Das komplette Gespräch mit Georg Uecker lesen Sie im neuen stern

 

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