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Netflix-Star: Die japanische Wrestlerin Hana Kimura stirbt mit 22

Die japanische Netflix-Reality-Serie "Terrace House" machte sie bekannt: Die Wrestlerin Hana Kimura ist tot. Die 22-Jährige war das Opfer von Mobbing und Hass im Netz.

Hana Kimura

Die japanische Wrestlerin Hana Kimura ist tot. Das gab die japanische Wrestling-Frauenliga "World Wonder Ring Stardom" am Samstag auf Twitter bekannt. "Es tut uns leid, euch mitzuteilen, dass unsere Hana Kimura verstorben ist", hieß es in einer Botschaft an die Fans, die um Respekt und Geduld gebeten wurden. "Richtet eure Gedanken und Gebete an ihre Familie und Freunde. Wir bedanken uns für eure Unterstützung in dieser schwierigen Zeit."

Zwar ist die Todesursache noch nicht bekannt, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass es sich beim Tod der erst 22-jährigen Sportlerin um einen Suizid handelt. Das berichtet etwa das US-Magazin "Variety". Die junge Frau sei das Opfer von Hass im Netz gewesen und habe darunter sehr gelitten. In den sozialen Netzwerken habe sie zuletzt einige verstörende Postings abgesetzt, in denen sie berichtete, wie sehr sie unter dem Cybermobbing leide. "I’m weak, I’m sorry", habe sie zuletzt geschrieben.

Hana Kimura war auf Netflix zu sehen

Kimura war vielen Menschen in ihrer Heimat durch die Teilnahme an der japanischen Netflix-Serie "Terrace House" bekannt. Dabei handelt es sich um eine Reality-TV-Serie, die aus dem Leben von sechs jungen Menschen erzählt, die in Tokio im gleichen Haus wohnen. Kimura ist seit September 2019 dabei und gehörte der aktuellen Besetzung an. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Dreharbeiten im April unterbrochen werden. 

Hana Kimura kommt aus einer Sportler-Familie. Beide Eltern waren professionelle Wrestler. Gegen ihre Mutter Kyoko kämpfte sie sogar mehrmals. In den sozialen Medien bekundeten viele Kollegen ihr Mitgefühl über den frühen Tod.

Sie haben suizidale Gedanken?

Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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