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Megxit: Klarer Schnitt: Harry und Meghan lassen Titel ruhen und zahlen Millionen Steuergelder zurück

Gut eineinhalb Wochen nach der überraschenden Rückzugsankündigung von Prinz Harry und Meghan Markle kommt nun die Entscheidung über die künftige Rolle. Trotz warmer Worte der Queen ist es ein klarer Schnitt mit dem Königshaus.

Harry und Meghan ziehen sich aus dem britischen Königshaus zurück

Der britische Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan, werden sich nicht länger "Königliche Hoheit" nennen. Das teilte der Buckingham-Palast am Samstag in einem offiziellen Statement mit. Die beiden hatten kürzlich angekündigt, von ihrer Rolle als Mitglieder des engeren Königshauses zurückzutreten - zumindest teilweise.

Nach Beratungen in der Königsfamilie gibt es nun eine Vereinbarung - sie ist deutlich: Demnach werden Harry und Meghan keine offiziellen Aufgaben für das Königshaus mehr übernehmen, auch nicht mehr für das Militär. Harry wird also in Zukunft wohl nicht mehr in Uniform zu sehen sein. Als "Königliche Hoheit" werden sich die beiden künftig nicht mehr anreden lassen. Und es soll auch keine finanzielle Zuwendungen mehr für royale Aufgaben geben. Wie es heißt, wird das Paar zudem Steuergelder zurückzahlen, die für die Sanierung seines Wohnsitzes Frogmore Cottage aufgewendet wurden. Die Summe wird auf 2,4 Millionen Pfund taxiert. Zuletzt hatten sie sich bereits von ihren Angestellten verabschiedet. 

Das Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor soll aber weiterhin das Zuhause der beiden in Großbritannien bleiben. Harry und Meghan hatten angekündigt, ihre Zeit künftig zwischen dem Vereinigten Königreich und Nordamerika aufzuteilen. Sie dürften damit vor allem Kanada gemeint haben. Dort nahmen die beiden bereits über Weihnachten und den Jahreswechsel eine sechswöchige Auszeit mit ihrem im Mai zur Welt gekommenen Söhnchen Archie. 

Queen hat warme Worte für Harry und Meghan

In der Mitteilung würdigte Königin Elizabeth II. die beiden ausdrücklich. "Harry, Meghan und Archie werden immer sehr geliebte Mitglieder meiner Familie sein", so die Queen. Sie erkenne die Herausforderungen an, denen die beiden in den vergangenen zwei Jahren durch die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit ausgesetzt gewesen seien. Sie unterstütze deren Wunsch nach einem unabhängigeren Leben und sei "besonders stolz, wie Meghan so schnell ein Mitglied der Familie geworden ist". Die ganze Familie hoffe, dass die Entscheidung den beiden ein "glückliches und friedliches neues Leben" ermögliche.

Beibehalten wollen die beiden ihre Schirmherrschaften. Herzensangelegenheit ist Harry besonders das Thema psychische Gesundheit. Meghan machte sich vor allem für Frauenrechte stark. Harry hat zudem eine Organisation für die Unterstützung von Aidswaisen in Botsuana und den Sportwettbewerb für kriegsversehrte Veteranen "Invictus Games" ins Leben gerufen. 

Harry und Meghan haderten teils schwer mit ihrer Rolle

Der angekündigte Rückzug des royalen Glamour-Paares hatte in Großbritannien für erheblichen Wirbel gesorgt. Der Schritt war nicht mit der Königsfamilie abgestimmt und soll dort für viel Enttäuschung und Ärger gesorgt haben. Die britischen Medien kritisierten die Entscheidung teils scharf. Anfang der Woche hatten sich die wichtigsten Mitglieder der Königsfamilie auf dem Landsitz der Queen im ostenglischen Sandringham zu einer Krisensitzung getroffen. 

Seit ihrer glamourösen Hochzeit im Mai 2018 hatten Harry und Meghan teils schwer mit ihrer Rolle gehadert. Während einer Reise ins südliche Afrika im Herbst schütteten die beiden vor einem Kamerateam ihr Herz aus. Harry sprach von unterschiedlichen Pfaden, auf denen er und sein Bruder, Prinz William (37), sich befänden. Meghan machte deutlich, dass sie sich unfair behandelt fühlt. Kurze Zeit später kündigte das Paar an, gegen mehrere Boulevardzeitungen zu klagen.

dho / DPA