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Heimat und Historie: Promi-Geburtstag vom 24. Januar 2019: Joseph Vilsmaier

Mit Werken wie «Comedian Harmonists» oder «Herbstmilch» hat sich Regisseur Joseph Vilsmaier einen Namen gemacht. Auch seiner Heimatliebe hat er Ausdruck verliehen. Nun wird der «Sepp» 80 und ist dankbar beim Blick auf seine Karriere - vorbei ist sie noch nicht.

Joseph Vilsmaier

Regisseur Joseph Vilsmaier wird 80. Foto: Ursula Düren

Er ist ein international bekannter «Bayer mit Leib und Seele». Seit mehr als 50 Jahren ist der Regisseur Joseph Vilsmaier im Filmgeschäft und hat viele erfolgreiche Filme in die Kinos gebracht - und dabei sowohl seine Heimat als auch historische Inhalte auf der Leinwand präsentiert.

Heute wird der «Sepp», wie er in der Filmbranche genannt wird, 80 Jahre alt. Er gilt als einer der bekanntesten bayerischen Filmemacher.

Historische Motive inszenierte er in Filmen wie «Stalingrad», «Comedian Harmonists» oder «Die Gustloff». Mit «Nanga Parbat» zeigte er die Himalayaexpedition der Bergsteiger-Brüder Reinhold und Günther Messner, die mit dem dramatischen Tod Günthers endete.

Seine Heimatliebe bewies er beispielsweise mit dem Dokumentarfilm «Bavaria - Traumreise durch Bayern» oder «Bayern - Sagenhaft». «Du brauchst nicht nach Spanien, in die Türkei oder nach Italien, das ist alles viel schöner in Bayern», sagte er mal der Deutschen Presse-Agentur.

Vilsmaier lernte das Filmhandwerk von der Pike auf, erst mit fast 50 Jahren versuchte er sich als Regisseur. Nach seiner Kindheit und Jugend in Niederbayern und München studierte er neun Jahre lang Musik, Schwerpunkt Klavier. Er arbeitete als Techniker und spielte in einer Jazzband. Mit Anfang 20 kam er 1961 zum Film, erst als Materialassistent, später als Kameramann.

1988 dann inszenierte er mit «Herbstmilch» einen eindrucksvollen Kinofilm über das harte Leben der niederbayerischen Bäuerin Anna Wimschneider. Einer seiner größten Erfolge, auch international, wurde die Literaturverfilmung «Schlafes Bruder», die 1995 sogar ins Rennen um den Oscar ging. «Comedian Harmonists» - über das weltberühmte Berliner Vokalensemble - gewann viele Preise.

Seit seinem Einstieg in die Filmbranche werde es immer schwieriger, einen Film zu finanzieren, meint der Regisseur kurz vor seinem 80. Geburtstag. «Aber offen gesagt, leicht war es nie - nur hatte ich auch wahnsinniges Glück, wofür ich sehr dankbar bin», teilte Vilsmaier auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aufgeben dürfe man nie - weder damals, noch heute - appelliert er. «Das kostet Energie, bringt aber auch unheimliche Freude, wenn man es schafft.»

Wie sehr Freud und Leid beieinanderliegen, musste Vilsmaier selbst vor zehn Jahren erfahren. Wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag starb seine Frau Dana Vavrova nach schwerer Krankheit. Mit ihr war der Filmemacher nicht nur privat, sondern auch beruflich eng verbunden. Nach seinem Regiedebüt «Herbstmilch» hatte sie in vielen seiner Werke mitgespielt. Vilsmaier hat drei erwachsene Töchter.

2014 erhielt der Filmemacher die Bayerische Verfassungsmedaille, seit Anfang dieses Jahres verläuft auf dem Gelände der Bavaria Filmstudios die Joseph-Vilsmaier-Straße. «Joseph Vilsmaier gehört zu den berühmtesten Mitarbeitern der Bavaria», sagte Bavaria-Chef Christian Franckenstein. Angefangen als Kameraassistent Anfang der 1960er Jahre habe er später als freier Regisseur und Koproduzent bedeutende Produktion mit der Bavaria realisiert. «Mit der namentlichen Widmung einer großen Straße auf unserem Studiogelände möchten wir diese enge Verbindung würdigen und unsere höchste Wertschätzung zum Ausdruck bringen», teilte Franckenstein mit.

Vilsmaier hat mittlerweile seine eigene Filmproduktion in Grünwald - die Perathon Medien GmbH. Aktuell in der Entwicklung sei der Film «Der Boandlkramer und die ewige Liebe», teilte Vilsmaier mit. Dabei seien «zu meiner großen Freude» Bully Herbig, Marcus H. Rosenmüller und Ulrich Limmer. Feiern will Vilsmaier seinen runden Geburtstag mit Freunden, «die mich ein Leben lang begleitet haben».

dpa
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.