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Details aus neuer Biografie Herzogin Meghan: "Ich habe mein ganzes Leben für diese Familie aufgegeben"

Herzogin Kate und Herzogin Meghan
Herzogin Kate und Herzogin Meghan in Wimbledon 2019
© Picture Alliance
Oft wurde sie in den vergangenen Jahren zum Hassobjekt. Wie Herzogin Meghan selbst ihre Zeit im Palast erlebt hat, schildert jetzt die neue Biografie "Finding Freedom". 

Dass Prinz Harrys und Herzogin Meghans Rückzug von ihren royalen Verpflichtungen als "Megxit" bezeichnet wurde, zeigt schon das Dilemma: Die Entscheidung wurde fast gänzlich auf die Ehefrau des Prinzen zurückgeführt. Auf die Außenseiterin, die Bürgerliche, die neu in die königliche Familie kam. Doch dass dieses Bild nicht ganz der Wahrheit entsprechen könnte, macht nun zuletzt die Biografie "Finding Freedom" von Omid Scobie und Carolyn Durand deutlich.

"Finding Freedom": Meghan hat ihr Leben aufgegeben

Die britische Zeitung "The Times" veröffentlicht an diesem Wochenende erste Auszüge aus dem mit Spannung erwarteten Buch. Darin erzählt ein Insider, dass manche Palastmitarbeiter tatsächlich die US-Amerikanerin für die Entscheidung, sich zurückzuziehen, verantwortlich machten. Ebenso manche Familienmitglieder. Doch laut den Autoren klagte Meghan ihren Freunden noch im März ihr Leid, als sie sagte: "Ich habe mein ganzes Leben für diese Familie aufgegeben. Ich war bereit, alles zu tun, was nötig war. Aber jetzt sind wir hier. Es ist sehr traurig."

Zu sehen, wie Harry die Militärtitel weggenommen wurden, sei für sie sehr schmerzhaft gewesen, heißt es in der Biografie. Aber sie sei nicht größer als die royale Institution, also konnte sie daran auch nichts ändern. 

Beziehung zwischen Meghan und Kate

Viel spekuliert wurde in den vergangenen Jahren auch über die Beziehung zu Herzogin Kate. Und man braucht nicht besonders viel Fantasie, um zu verstehen, warum es zwischen den Frauen nie richtig gefunkt hatte. Meghan, die selbstständige US-Schauspielerin mit der durchaus erfolgreichen Karriere traf auf Herzogin Catherine, die die vergangenen Jahre lang schon genug Zeit hatte, sich an das royale Gefüge anzupassen.

Und so wurde aus der "distanzierten Höflichkeit", wie es in "Finding Freedom" heißt, nie wirklich mehr. Bei öffentlichen Auftritten sprachen die beiden nie besonders ausführlich miteinander. Höflich, aber nicht befreundet. 

Doch die Ungleichheiten der Frauen als Grund zu nehmen für das zerrüttete Verhältnis wäre viel zu einfach. "Finding Freedom" macht erneut klar: Der eigentliche Konflikt schwelte zwischen Harry und der royalen Institution – und das schon lange bevor Meghan überhaupt einen Fuß in den Buckingham Palast gesetzt hatte. 

Bruch wurde am Commonwealth Day deutlich

Wie wenig sich die ursprünglich "Fab Four" getauften Familienmitglieder am Ende zu sagen hatten, wurden beim Gottesdienst zum Commonwealth Day Mitte März deutlich. Die Anspannung in der Westminster Abbey war deutlich zu spüren. 

Anders als in den vorherigen Jahren durften Meghan und Harry nicht gemeinsam mit der Queen und anderen Senior Royals die Kirche betreten – eine Entscheidung, über die sie im Vorfeld nicht informiert wurden. "Harry war mehr als enttäuscht", wird ein Freund in "Finding Freedom" zitiert. "Er meldete sich zu Wort, aber der Schaden war bereits angerichtet", sagt der Insider den Autoren. 

Die Cambridges – also William und Kate – hätten demzufolge die Wogen glätten wollen und sich dazu entschlossen, gemeinsam mit Harry und Meghan Platz zu nehmen. "Während Harry und Meghan William und Kate beide lächelnd begrüßten, zeigten die Cambridges wenig Reaktion. Es war das erste Mal seit Januar, dass sich die beiden Paare wieder gesehen hatten. 'Harry', nickte William zur Begrüßung und ignorierte Meghan", schildern die Autoren die angespannte Szene in "Finding Freedom". Auch Herzogin Kate ignorierte ihre Schwägerin.

Autor deutet Rassismus an

Einer der Co-Autoren von "Finding Freedom", Omid Scobie, hat in der "Times" angedeutet, dass Rassismus eine Rolle gespielt haben könnte. "Ich würde sagen, dass es dort sicherlich Personen gibt, die einen Blick darauf werfen möchten, wie sie die Welt sehen", sagte Scobie, der in der Vergangenheit engen Kontakt mit Herzogin Meghan hatte.

Auch die Szene in der Westminster Abbey sei ihm übel aufgestoßen. "Meghan hat versucht, Augenkontakt mit Kate herzustellen, die Herzogin beachtete sie kaum. Ihre Schwägerin absichtlich zu brüskieren ... Ich glaube nicht, dass dies einen guten Geschmack im Mund des Paares hinterlassen hat", sagte er der Zeitung. 

Seit bekannt wurde, dass er und Carolyn Durand das Buch über den Bruch der Sussexes mit der königlichen Familie schreiben würden, war gemutmaßt worden, Harry und Meghan selbst könnten ihre Finger im Spiel haben. Doch diese Spekulationen dementierte Scobie. Es habe "keine Interviews mit Harry und Meghan" gegeben, ließ der 33-Jährige verlautbaren. 

Quelle: "The Times" 1 / "The Times" 2


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