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"Ein letzter Funkspruch": So rührend verabschiedet sich die Hamburger Polizei von ihrem Ehrenkommissar Jan Fedder

Ende Dezember starb der Schauspieler Jan Fedder. Den Zuschauern war er vor allem als Polizist Dirk Matthies aus der Fernsehserie "Großstadtrevier" bekannt. Jetzt haben sich seine "Kollegen" von ihm mit einer besonderen Traueranzeige verabschiedet. 

Jan Fedder alias Dirk Matthies im Großstadtrevier

Fast 30 Jahre lang verkörperte Jan Fedder den Polizisten Dirk Matthies in der ARD-Serie "Großstadtrevier" 

DPA

Mit einer ganz besonderen Traueranzeige hat sich die Hamburger Polizei von Schauspieler Jan Fedder verabschiedet. Die Anzeige, die am Samstagmorgen im "Hamburger Abendblatt" veröffentlicht wurde, enthält einen letzten Funkspruch für den Star aus TV-Serie "Großstadtrevier", in der er fast 28 Jahre lang die Rolle des Oberkommissars Dirk Matthies spielte. 

"Die Polizei trauert um ihren Ehrenkommissar Jan Fedder (…) Ein letzter Funkspruch in aller Stille: 'Peter 14/2 geht in Status 6 – alle Michel ENDE'. Wir sagen danke – und ebenso leise tschüss! Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ralf Martin Meyer – Polizeipräsident." 

Jan Fedder war Ehrenkommissar

Auch über Twitter verbreiteten die Beamten den rührenden Text. "Und so bringt ihr mich morgens schon zum heulen…", schreibt ein User unter den Eintrag. Ein anderer meint: "Ganz tolle Idee". 

 

Der Funkspruch hat übrigens folgende Bedeutung: "Peter 14/2" war der Streifenwagen von Polizist Dirk Matthies in der ARD-Serie "Großstadtrevier", den Fedder 28 Jahre lang spielte. Der Oberkommissar versah seinen Dienst am Polizeikommissariat 14. "Status 6" bedeutet in der internen Kommunikation "außer Betrieb", wie ein Polizeisprecher erklärte. Als "Michel" werden die Funkbereiche in Hamburg bezeichnet, "alle Michel" heißt demnach "ganz Hamburg".

Jan Fedder war am 30. Dezember 2019 tot in seiner Wohnung im Hamburger Stadtteil St. Pauli aufgefunden worden. Er war 2012 an Krebs erkrankt, hatte seit Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Bei der Hamburger Polizei war er Ehrenkommissar. Auf der berühmten Davidwache auf St. Pauli liegt ein Kondolenzbuch aus. Bis zum 14. Januar hat die Öffentlichkeit noch die Möglichkeit, eine Nachricht zu hinterlassen.

Trauerfeier am 14. Januar im Michel

Dann wird im Hamburger Michel die Trauerfeier für Fedder stattfinden. Diese hatte Jan Fedder bereits zu Lebzeiten organisiert.

Jan Fedder Großstadtrevier Dirk Matthies

Die Trauerfeier kann im Fernsehen live mitverfolgt werden. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) überträgt sie am Dienstag, 14. Januar, ab 13.45 Uhr, wie der Sender mitteilte. Auch Online, per App und im Hörfunk werde live berichtet. Zudem berichtet das Radioprogramm NDR 90,3 ab 13 Uhr in einer Sondersendung mit Live-Schalten. Hauptpastor Alexander Röder wird durch den Gottesdienst führen, als Redner sind unter anderem NDR-Intendant Lutz Marmor und Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer angekündigt.

Fedder wäre am Tag der Trauerfeier 65 Jahre alt geworden. 

jek mit DPA