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Jennifer Lopez: J.Los Geschäfte mit der Dark Side

Jennifer Lopez wird öffentlich an den Pranger gestellt, weil sie Werbespots für die Autofirma Fiat dreht. Der skurrile Vorwurf: Die US-Sängerin unterstütze somit angeblich indirekt die Terrororganisation al Kaida.

Von Frank Siering, Los Angeles

Jennifer Lopez verdient gerne Geld. Viel Geld. Mit ihrer Musik, ihrem Designer-Label, ihrem Engagement als Jurorin in der Fernsehsendung "American Idol" - und mit neuen TV-Werbespots für die Autofirma Fiat.

Und genau diese witzigen Spots, die J.Lo zeigen, wie sie in einem kleinen spritzigen Flitzer durch ihre alte Heimat in der Bronx düst, bringen ihr plötzlich eine Menge Ärger ein. Die Lobby-Gruppe "United Against Nuclear Iran" (UANI) hat Lopez in einem Schreiben dazu aufgefordert, keine Geschäfte mehr mit Fiat zu machen.

Fiat, so die politische Organsiation, "mache Geschäfte mit dem Iran, einem Land, das illegal nukleare Waffen produziert" und "somit Terrorgruppierungen wie al Kaida unterstützt". UANI weiter: "Der Iran ist für den Tod von amerikanischen und NatoO-Soldaten verantwortlich" und verstoße regelmäßig gegen die Menschenrechte.

Blutiger Werbespot

Um die Ernsthaftigkeit der Forderung herauszustellen, hat UANI ein eigenen Lopez-Spot produzier, in dem in das Originalfilmchen Zwischenschnitte eingestreut wurden, die die blutige Realität auf den Straßen im Iran zeigt. Ob Lopez überhaupt weiß, dass Fiat im Iran Geschäfte betreibt, scheint äußerst fraglich. Die Werbespots jedenfalls laufen weiter im US-TV.

Amerikanische Unternehmen dürfen übrigens keine Geschäfte mit dem Iran machen. Und UANI fordert Jenny from the Block nun auf, sich auch an diesen Ehrenkodex zu halten.

Dies ist nicht die erste Kontroverse um den kurzen Werbespot. Schon zu Beginn des Jahres war herausgekommen, dass die Werbespots mit Lopez im Auto gar nicht in der Bronx, sondern in einer Attrappe in Los Angeles gedreht wurden.

Ärger mit dem Ex

Auch privat geht es weiterhin drunter und drüber. Ihr neuer Freund, der Tänzer Casper Smart, kommt bei Ex-Ehemann Marc Anthony - mit dem Lopez auch nach der Trennung weiterhin geschäftlich verbandelt ist - so gar nicht gut an. Nachdem ihr Ex herausgefunden hatte, dass Smart ein dickes Strafregister hat, herrscht dicke Luft.

Smart wurde demnach mindestens schon einmal festgenommen, weil er an einem illegalen Straßenrennen teilgenommen hatte. Ferner waren in der Vergangenheit diverse Haftbefehle gegen ihn ausgestellt worden, weil er zu einem angeordneten Gerichtstermin wegen unbezahlter Strafzettel für zu schnelles Fahren einfach nicht erschienen war.

Gute Zeiten nach der Scheidung

Lopez hat sich zu den neuen wie auch zu den alten Vorwürfen bisher nicht geäußert. Im Gegenteil: Sie verwöhnt ihren jungen Freund mit tollen Reisen nach Hawaii und Mexico, läßt ihn im familieneigenen Bentley durch Los Angeles fahren und macht keinerlei Andeutungen, die Beziehung in absehbarer Zeit beenden zu wollen. "Jennifer ist sehr happy im Moment. Sie genießt das Leben in vollen Zügen", so Ryan Seacrest, der mit Lopez zusammen bei "American Idol" arbeitet.

Auch die Vermutung, dass sie der Forderung von "United Against Nuclear Iran" nachkommt und sofort ihre Geschäfsbeziehungen mit Fiat einstellt, scheint abwegig. Denn Jennifer Lopez war immer schon eine Frau, die weiß, wo und wie man einen Dollar verdienen kann.

  • Frank Siering