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Megaupload-Gründer Höhenflug und krachender Absturz: Was wurde eigentlich aus Kim Dotcom?

Sehen Sie im Video: Höhenflug und Absturz – Was wurde eigentlich aus Kim Dotcom?




Kim Dotcom gehörte zu den schillerndsten Figuren der Internet-Szene. Seine Datentauschbörse Megaupload machte ihn zum vielfachen Millionär. Sein Geld investierte er in Luxus, in teure Sportwagen, Yachten, Hubschrauberflüge und ein luxuriöses Anwesen. Doch die Party ist vorbei. Endgültig. Sein Vermögen wurde von den neuseeländischen Behörden eingefroren. Seine Luxusautos von der Polizei beschlagnahmt. Die Luxusschlitten, die er zuvor in seinen Videoclips gefeiert hatte, befanden sich jetzt auf staatlichen Autotransportern. Die schillernden und ironischen Sondernummern auf den Schildern wirken wie ein letzter Abschiedsgruß aus einem Leben, das der Unternehmer so nie wieder leben wird. Jetzt wartet Kim Dotcom auf seine Auslieferung an die USA. Was war passiert? Geboren wurde Dotcom 1974 unter dem Namen Kim Schmitz in Kiel. Wegen mutmaßlicher Copyright-Verletzungen im Zusammenhang mit seinem Sharingdienst Megaupload wurde gegen Dotcom durch die Vereinigten Staaten ein Haftbefehl erlassen und ein Auslieferungsbegehren des FBI eröffnet. Megaupload soll den Inhabern der Urheberrechte einen Schaden von mehr als 500 Millionen Dollar zugefügt haben. Bei einer Verurteilung in den USA droht Dotcom eine Lebenslange Haftstrafe. Megaupload finanzierte sich durch Werbung und kostenpflichtige Zugänge für Abonnenten. Zeitweise gehörte sie zu den beliebtesten Webseiten weltweit. Fast ein Jahrzehnt lebt der Unternehmer unter dem Namen Dotcom in Neuseeland. 2017 bestätigte ein Gericht, dass der 45-Jährige an die USA ausgeliefert werden darf. Zwei weitere Gerichte haben seitdem die Entscheidung bestätigt, jetzt zieht Dotcom vor den Obersten Gerichtshof. Seine Reaktion via Twitter: "2005 habe ich eine Website erstellt, auf der Benutzer Dateien in die Cloud hochladen können. Zu diesem Zeitpunkt konnten nur kleine Dateien an E-Mails angehängt werden. Mit Megaupload konnten Benutzer einen Link zu einer Datei per E-Mail senden. Das ist es. 2019 entscheidet der Oberste Gerichtshof von Neuseeland, ob ich für dieses „Verbrechen“ ausgeliefert werden soll."
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Kim Dotcom gehörte zu den schillerndsten Figuren der Internet-Szene. Seine Datentauschbörse Megaupload machte ihn zum vielfachen Millionär. Doch auf den Erfolg folgt der Absturz.

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