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Konzert bei Europaspielen: Menschenrechtler kritisieren Lady-Gaga-Auftritt

Die Europaspiele wurden am Freitag feierlich in Baku eröffnet. Mit dabei war Lady Gaga - und deshalb sind Menschenrechtler gar nicht gut auf die Sängerin zu sprechen. Bono gebe ein besseres Vorbild.

Lady Gaga

Lady Gaga bei der Eröffnungszeremonie der Europaspiele: Für ihren Auftritt soll die Sängerin zwei Millionen Dollar bekommen haben

Die Menschenrechtskampagne Sport for Rights hat den US-Popstar Lady Gaga für den Auftritt bei den Europaspielen in Baku kritisiert. Gleichzeitig lobte der Zusammenschluss verschiedener Organisationen den Sänger Bono der Band U2 nach seinem Einsatz für Gefangene in dem autoritär regierten Aserbaidschan.

Lady Gaga war bei der Eröffnungsfeier des kontinentalen Multi-Sportevents aufgetreten und hatte vor den Augen des umstrittenen Staatschefs Ilham Aliyev den John-Lennon-Hit "Imagine" gesungen. Dafür soll sie einem Bericht des Branchendienstes "Inside the Games" zufolge rund zwei Millionen US-Dollar (1,77 Millionen Euro) erhalten haben. Ihr Management antwortete bislang nicht auf Anfragen bezüglich ihres Aufenthalts in Baku.

Der Auftritt sei "sehr enttäuschend" gewesen, kritisierte Sport for Rights. "Lady Gaga hat nicht nicht nur ihre eigenen Werte kompromittiert, sondern auch aserbaidschanische Aktivisten in Haft betrogen."

Bono zeigt Inhaftierte in Aserbeidschan bei Konzert

Bei Konzerten in Montreal hatte Bono die Fotos von sechs in Aserbaidschan Inhaftierten auf einer Leinwand präsentiert. Dazu schrieb die Band am Montag auf ihrer Internetseite: "Sechs Freunde von uns sind hinter Gittern für das Verbrechen, dass sie ihre Meinung kundtun." Darunter sind kritische Journalisten und Menschenrechtsaktivisten. "Bonos Intervention zeigt, dass die Anstrengungen des aserbaidschanischen autoritären Regimes, ihr Image durch die Europaspiele schön zu färben, fehlgeschlagen sind", schrieb Sport for Rights.



DPA
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