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Lopez will mehr Kinder: J. Lo und das erweiterte Mutterglück

Jennifer Lopez' junger Freund Casper Smart sollte sich wohl schon mal auf eine Rolle als Papa vorbereiten. ­Die Mutter von Zwillingen hat angedeutet, dass ihre Familienplanung noch nicht abegschlossen ist.

Von Frank Siering, Los Angeles

Trotz gescheiterter dritter Ehe scheint Jennifer Lopez die Hoffnung auf eine weitere Schwangerschaft noch nicht aufgegeben zu haben. "Es wäre schon ein tolles Geschenk", sagte Lopez am Wochenende vor Vertretern der Presse in Los Angeles. Und weiter: "Kinder bringen dir jeden Tag neue Freude und Glück ins Leben", so die Mutter von Zwillingen.

Wie J.Lo - die 42-Jährige befindet sich derzeit in einer Beziehung mit ihrem einstigen Tänzer Casper Smart - noch Zeit für weitere Kinder finden will, scheint allerdings auch ihr im Moment noch ein großes Rätsel zu sein.

"Ich habe schon mit meinen kleinen Rackern alle Hände voll zu tun im Moment", sagte Lopez, deren Karriere sich seit ihrer Trennung von Marc Anthony plötzlich wieder auf der Überholspur befindet.

Einpacken und mitnehmen

Ihr Job als Jurorin in der Talentshow "American Idol" ist für eine weitere Saison gesichert, eine bevorstehende Musiktour mit Enrique Iglesisas wurde gerade erst angekündigt, und auch ihre Hollywood-Ambitionen lassen nicht nach. Demnächst wird Lopez in dem Streifen "What to expect when you are expecting" zusammen mit Cameron Diaz zu sehen sein. Darin spielt Lopez eine Frau, die nicht schwanger werden kann und deshalb mit ihrem Partner nach Afrika reist, um dort ein Baby zu adoptieren.

Auf die Möglichkeit angesprochen, vielleicht selbst schon einmal den Gedanken verfolgt zu haben, ein Kind zu adoptieren, sagte Lopez den Medienvertretern am Samstag im "Four Season Hotel" in Beverly Hills: "Es ist schon herzerwärmend, wenn du diese kleinen Babys siehst. Du möchtest sie am liebsten sofort einpacken und mitnehmen", so Lopez über ihre Begegnung mit Waisenkindern in Afrika.

Lopez gab allerdings auch zu, dass ihr vollgepackter Terminkalender ein schlechtes Gewissen mit sich bringe. "Immer, wenn ich morgens das Haus verlasse, um zur Arbeit zu gehen und die Kids rufen 'Mama, geh nicht', dann kriege ich diese Schuldgefühle, die mich dann den ganzen Tag begleiten", so Lopez.

Mutterjob steht an erster Stelle

Besonders schlimm war es für die Entertainerin kurz nach der Geburt ihrer Zwillinge Emme und Max (jetzt vier Jahre alt): "Ich war so müde und mir tat alles weh am Körper, da hab ich die Babys ab und zu an die Babypflegerin übergeben. Und sofort übekamen mich heftige Schuldgefühle", erzählte Lopez.

"Ich habe Marc (Anthony) damals gesagt, dass ich keine gute Mutter bin, dass die Babys die Nanny mehr lieben werden als mich, ich hatte den Baby Blues", so Lopez weiter. Über diese postnatalen Depressionen hinweggeholfen habe ihr damals das Buch "What to expect". Und so ist es fast schon als Ironie des Schicksals einzustufen, dass ausgerechnet Lopez nun eine Hauptrolle in der Verfilmung des Bestsellers spielt.

Trotz ihrer vielen Geschäfte hält Lopez, so erzählte sie weiter, an einer Lebensphilosphie fest, die ihr immer wieder Mut und Kraft gibt. "Die Kinder kommen immer zuerst", sagt sie. Und weiter: "Das ist meine Einstellung. Und solange ich der treu bin, ist alles okay bei uns."

  • Frank Siering