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Martin Sheen fühlt mit Sohn: Charlie ist "emotional verkrüppelt"

Hollywoodgröße Martin Sheen, 70, äußert sich in einem Interview zu den Eskapaden seines Sohns Charlie und zeigt Verständnis für dessen Verhalten. Er habe sich in jüngeren Jahren in einer ähnlichen Situation befunden. Charlie sei "emotional verkrüppelt" und "wie ein Kind".

Von Jannis Frech

Charlie Sheens Vater, Schauspieler Martin Sheen, 70, hat offenbar Verständnis für die Eskapaden seines Sohns. "Ich weiß, welche Hölle er gerade durchmacht", sagte er in einem Interview mit dem "Daily Telegraph". Er selbst habe auch schon psychotische Auftritte in der Öffentlichkeit gehabt, sagte Sheen. Unter anderem am Filmset des legendären Anti-Kriegsfilms "Apocalypse Now". "So etwas zu tun, völlig außer Kontrolle, ist das Schwierigste", sagt Sheen senior. "Man braucht viel Mut." Sein Einfluss auf den Sohn sei begrenzt. "Charlie ist 45 Jahre alt. Wissen Sie, er ist kein Kind mehr", sagte Sheen und fügt hinzu: "Emotional ist er aber noch wie ein Kind. Wenn du abhängig bist, entwickelst du dich emotional nicht weiter." Charlie sei "emotional verkrüppelt".

Martin Sheen hatte selbst ein Alkoholproblem, trinkt aber seit 20 Jahren nicht mehr. Charlies älterer Bruder, Emilio Estevez, 48, äußerte sich ebenfalls im "Telegraph"-Interview, auch zu den Trinkexzessen des Vaters. "Ich hasste ihn, wenn er betrunken war, weil er gewalttätig wurde", sagte Estevez. Als Ältester habe er alles abbekommen.

Sein jüngerer Bruder Charlie hatte zuletzt nach einer ganzen Serie verbaler Angriffe, Drogenexzesse und anderer Eskapaden seine Rolle in der erfolgreichen TV-Comedy-Serie "Two and a Half Men" verloren.