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Job bei Disney: Meghan Markle wird Synchronsprecherin – warum das erwartbar und trotzdem gewagt ist

Es wurde seit Wochen vermutet und jetzt tatsächlich bestätigt: Herzogin Meghan hat eine Disney-Tierdoku über Elefanten vertont. Dem britischen Königspalast dürfte das nicht gefallen.

Herzogin Meghan und Prinz Harry

Herzogin Meghan und Prinz Harry

Picture Alliance

Es war ein kurzer Moment bei der großen London-Premiere von "Der König der Löwen" im Juli vergangenen Jahres, der im Zuge des sogenannten "Megxit" viele Gemüter in Großbritannien erregt hatte. Besonders aber die von konservativen Royalisten und Journalisten. Während Herzogin Meghan und Superstar Beyoncé Knowles einander umarmten, sprach Prinz Harry mit Disney-Boss Bob Iger. Dabei zeigte er auf seine Frau und flüsterte, "Sie wissen, dass sie Synchronsprecher-Arbeit macht?" Daraufhin antwortete Iger, dass er das noch nicht gewusst habe. "Sie wirken überrascht, aber sie ist wirklich interessiert", sagte der Royal zu ihm.

Herzogin Meghan spricht in Disney-Film

Erst im Dezember vergangenen Jahres sorgte die Szene für Erstaunen. Denn da berichteten britische Zeitungen, Meghan habe einen Deal mit Disney unterschrieben. Jetzt ist klar, um welchen Film es sich handelt. Auf Instagram hat Disney ein Filmposter veröffentlicht und dazu geschrieben: "Streame ab 3. April Disneynatures 'Elefanten', erzählt von Meghan, Herzogin von Sussex."

Die Wahl des Filmes ist aus einigen Gesichtspunkten betrachtet nicht überraschend. Denn sie deckt sich mit der jahrelangen Arbeit Prinz Harrys und seinem Einsatz für die Erhaltung und den Schutz wilder Tiere - besonders in Afrika. Dass Meghan sich für eine Tierdokumentation entschieden hat, dürfte auch mit der Liebe des Paares zum afrikanischen Kontinent zu tun haben. Als sie sich kennenlernten, begleitete die damalige Schauspielerin Harry nach Botswana.

Prinz Harry und Herzogin Meghan

Wenig überraschend und doch spannend

Und dass Meghan sich überhaupt zurück ins Showbusiness wagen würde, ist ebenfalls erwartbar gewesen. Denn dort liegen ihre Wurzeln. Während ihr Ehemann genau weiß, wie er sich bei royalen Terminen geben und verhalten muss, ist Hollywood Meghans Steckenpferd. Hier fühlt sie sich wohl, hier hat sie Kontakte, hier weiß sie, dass ihr Talent gewürdigt wird. 

Das Honorar der Herzogin soll an eine Tierschutzorganisation gegeben werden, berichtet die britische "The Times". Gewagt ist der Deal jedoch hinsichtlich der königlichen Familie. Der Film startet nur drei Tage nach dem offiziellen Ende von Meghans und Harrys royaler Karriere. Den Titel "Royal" dürfen sie dann nicht mehr benutzen. Die Frage ist auch, wie - und ob überhaupt - Meghan die Produktion bewerben wird. Eine Herzogin, die durch amerikanische Talkshows tingelt und eine Tierdoku anpreist, dürfte im Palast nicht gut ankommen. 

Doch wegen der Corona-Pandemie wird eine solche Pressetour aller Voraussicht nach ohnehin nicht stattfinden können. Die Briten können also (vorerst) durchatmen.

Quelle: "The Times"

ls