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Royals

William und Kate in Kanada: Darum trägt Prinz George auch im Winter kurze Hosen

Die Cambridge-Kinder George und Charlotte sind die heimlichen Stars des royalen Staatsbesuches der Briten in Kanada. Denn nicht nur Kates Luxus-Outfits bieten Stoff für Diskussion, auch die Bekleidung des kleinen Prinzen wird ausgiebig kommentiert.

Eine fast normale Famile auf dem Weg zur Gartenparty: Der Herzog und die Herzogin von Cambridge mit Prinz George (ganz links) und Prinzessin Charlotte (rechts auf dem Arm ihrer Mutter) absolvierten im Rahmen ihres Staatsbesuches in Kanada am Donnerstag den ersten offiziellen Termin zusammen mit ihren beiden Kindern.

Eine fast normale Famile auf dem Weg zur Gartenparty: Der Herzog und die Herzogin von Cambridge mit Prinz George (ganz links) und Prinzessin Charlotte (rechts auf dem Arm ihrer Mutter) absolvierten im Rahmen ihres Staatsbesuches in Kanada am Donnerstag den ersten offiziellen Termin zusammen mit ihren beiden Kindern.

Party Time beim Staatsbesuch der Cambridges in : Am Donnerstag gab es im Garten des Gouverneurspalastes in Victoria, British Columbia, eine Feier für Angehörige des kanadischen Militärs und ihre Familien. So brachten natürlich auch die Ehrengäste William und Kate ihren Nachwuchs mit, der perfekt gestylt wie aus dem Kindermode-Katalog erschien.

Charlottes Prinzessinnenoutfit bestand aus einem hellblauen Kleid mit Strickjäckchen und George trug ein feines, insgesamt etwas altmodisch wirkendes Outfit mit Pulli über einem gebügelten Hemd und kurzen Stoffhosen zu kniehohen Socken und Leder-Slippern. Die blonden Haare hatte er brav gescheitelt und zurückgebürstet. Nicht gerade ideal, um mit anderen Kindern unbeschwert im Garten zu toben, könnte man denken.

Die Regel ist einfach: Kurze Hose bedeutet Oberschicht

Allerdings ist es in Großbritannien völlig normal, dass kleine Jungs mindestens bis zum Alter von acht oder neun Jahren so von ihren Eltern eingekleidet werden, zumindest wenn sie aus der Oberschicht kommen. Lange Hosen sind Mittelklasse, Jeans sind Unterschicht, so der verbreitete Dress Code laut einer Adelsexpertin, die mit dem Magazin "People" gesprochen hat.

Dazu kommt, dass die meisten Schuluniformen, die im Vereinigten Königreich durchweg Pflicht sind, bei jedem Wetter kurze Faltenröcke für die Mädchen und kurze Hosen für die Jungen als Ergänzung zum Blazer mit Schulwappen vorsehen. Eine gute Vorbereitung auf die Vorschule "Wetherby Prep", die für George im nächsten Jahr ansteht.

Doch im Fall von Williams und Kates Sohn könnte noch ein anderer Aspekt eine Rolle spielen: Inbesondere die Herzogin von überlässt nichts dem Zufall, wenn es um ihre Garderobe geht und genauso hält sie es mit der Gestaltung der Outfits ihrer Kinder, wenn sie sie für einen Auftritt in der Öffentlichkeit anzieht.


Herzogin Kate achtet besonders auf die Wirkung von Kleidung

Die Welt kennt insbesondere den inzwischen dreijährigen George so angezogen, wie schon sein Vater es war. Teilweise trägt George sogar die Kleidung seines Vaters auf. Zuletzt das bestickte Hemd bei Schwester Charlottes Taufe, das Klein-William wiederum anno 1984 trug, als er zum ersten Mal mit ins Krankenhaus durfte, um seinen neugeborenen Bruder Harry kennen zu lernen. Und schon Großvater Prinz Charles lief als Mini-Royal in der 50er Jahren ähnlich angezogen herum - man würde die kleinen Blaublüter überall aus einer Gruppe von Jungs im selben Alter optisch herausfiltern können, so wie man die Queen jederzeit bei offiziellen Auftritten an ihren hellrosa, mintgrünen oder kanariengelben Kleidern und Hüten in der Menge erkennt.

Was für seine "GanGan" ihre Pastell-Uniform, ist für George der Kurze-Hosen-Vintage-Look, quasi seine Arbeitskleidung zum Repräsentieren. Und ganz wie seine Urgroßmutter ist er völlig anders angezogen, wenn er inkognito unterwegs ist. Ob er mit seiner bürgerlichen Großmutter Carole Middleton im Zoo Tiere streichelt oder mit seiner Nanny einfach nur auf dem Spielplatz im öffentlichen Park hinter dem Kensington Palast mit anderen Kindern Sandburgen baut: Er hat ungekämmte Wuschelhaare, trägt Pulli und lange Hosen mit Sneakers - man erkennt ihn kaum, viele Paparazzi-Bilder gibt es entsprechend auch nicht von solchen Momenten. "Mission accomplished", denkt die stolze Mutter sicher nach jedem unentdeckt gebliebenen Ausflug ihres Nachwuchses. Was George in 15 Jahren denkt, wenn er Bilder von seinem ersten Staatsbesuch in Kanada anschaut und sein Outfit sieht, ist eine andere Sache, irgendwas mit "cool" wird es jedenfalls eher nicht sein ...