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Schauspieler "Kann man nicht wiedergutmachen": Ryan Reynolds entschuldigt sich für Hochzeit auf Sklavenplantage

Blake Lively und Ryan Reynolds
Blake Lively und Ryan Reynolds sind seit 2012 verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder
© Image Press Agency/ / Picture Alliance
Als Ryan Reynolds und Blake Lively 2012 heirateten, hätten sie sich keine Gedanken über die Vergangenheit ihrer Location für die Feier gemacht, sagt Ryan Reynolds heute. Es handelte sich um eine ehemalige Sklavenplantage.

Ryan Reynolds und Blake Lively gelten als eines der absoluten Traumpaare von Hollywood. Nachdem sie sich 2010 bei den Dreharbeiten zum Film "Green Lantern" kennengelernt hatten, heirateten sie im September 2012.

Doch diese Hochzeit sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Kritik. Denn: Die Schauspieler feierten ihre Eheschließung auf der "Boone Hall Plantation" im US-Bundesstaat South Carolina, einer Plantage, die einst zahlreiche Sklaven unter grausamen Bedingungen auf den Feldern arbeiten ließ. Neun Sklavenunterkünfte sollen sich sogar nach wie vor auf dem Gelände befinden.

Ryan Reynolds entschuldigt sich im Interview

In einem Interview mit "Fast Company" sprach Reynolds nun über die Reue, die er und seine Frau verspüren, weil sie sich nicht über die Geschichte ihrer Hochzeitslocation informiert hatten: "Es ist etwas, was uns immer sehr und ohne Vorbehalte leidtun wird. Das kann man nicht wiedergutmachen. Was wir damals gesehen haben, war eine Hochzeitslocation auf Pinterest. Was wir hinterher gesehen haben, war ein Ort, der auf einer verheerenden Tragödie gebaut wurde." Das Paar hätte Jahre später noch einmal geheiratet – zu Hause.

"Ein riesiger Fehler wie dieser kann entweder dazu führen, dass man in sich zusammensackt, oder er kann Dinge in ein neues Licht rücken und dafür sorgen, dass man aktiv wird." Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd hatte das Schauspieler-Ehepaar große Summen an das Black-Lives-Matter-Movement gespendet.

Seit der Hochzeitsfeier waren immer wieder leise Stimmen der Kritik zu hören gewesen, aber 2018 wurden diese Stimmen lauter, nachdem Reynolds in einem Tweet seine Begeisterung über den Film "Black Panther" ausgedrückt hatte. Auch Blake Lively war vor einigen Jahren Scheinheiligkeit vorgeworfen worden, nachdem sie eine, inzwischen nicht mehr aktive, Lifestyle-Website gelauncht hatte, auf der unter anderem ein Artikel zu finden war, der die "Southern Belles" der Vor-Bürgerkriegs-Zeit im amerikanischen Süden glorifizierte.

Quelle: "Fast Company"

jgs

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