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Ein Stück Berliner Mauer im Garten: "Das ist irgendwie falsch": Sarah Kuttner kritisiert Heidi Klum für ihr Mauer-Geschenk

Bei Heidi Klum steht ab sofort ein Stück der Berliner Mauer im Vorgarten - ein Geschenk ihres Mannes Tom Kaulitz. Die Reaktionen auf das Präsent sind geteilt. Auch Moderatorin Sarah Kuttner kritisiert die 46-Jährige.

Sarah Kuttner kritisiert Heidi Klum für ihr Hochzeitsgeschenk

Sarah Kuttner kritisiert Heidi Klum für ihr Hochzeitsgeschenk

Getty Images

Vor wenigen Tagen präsentierte Heidi Klum stolz auf Instagram das Hochzeitsgeschenk ihres Mannes Tom Kaulitz. Der 30-Jährige besorgte ein Stück der Berliner Mauer und ließ die Betonseiten von dem französischen Künstler Thierry Noir bemalen. Auf der einen Seite ist Heidi Klum zu sehen, auf der anderen Tom Kaulitz, wie er Gitarre spielt. Das Monument steht nun auf Klums Anwesen in Los Angeles. "Jeden Morgen werde ich dieses wunderschöne Stück in meinem Garten betrachten mit dem Wissen, dass Mauern nicht gebaut werden sollten, sondern fallen müssen", schrieb die 46-Jährige.

Doch das Präsent stößt bei Klums Followern zum Teil auf wenig Verständnis und auch Moderatorin Sarah Kuttner äußerte sich kritisch. "Bin ich zu pingelig? Aber, von der Dekadenz mal ganz abgesehen: An dieser Mauer wurde geweint, patrouilliert, geschossen und gestorben. Sie steht für nichts Gutes. Und jetzt vor Heidis Haus? Ich kriege es einfach nicht überzeugend positiv gedreht", twitterte die 40-Jährige und fragt, was als nächste Geschenk kommen könnte: "Ein kleines Land?"

Tom Kaulitz hat nie wirklich in der DDR gelebt

Kuttner ist wie Kaulitz in der ehemaligen DDR geboren, doch die beiden trennen zehn Jahre Altersunterschied. Kuttner, Jahrgang 1979, verbrachte fast ihre ganze Kindheit in Ost-Berlin. Der Tokio-Hotel-Gitarrist war hingegen gerade mal zwei Monate alt, als die Mauer 1989 fiel. Wirklich erlebt hat er die DDR also nicht.

So ganz klar scheint das Heidi Klum nicht zu sein. In ihrem Instagram-Posting schreibt sie, dass Kaulitz vier Wochen vor dem Mauerfall geboren worden wäre - vermutlich denkt sie dabei an den 3. Oktober, seit 1990 offizieller Feiertag zum Tag der Deutschen Einheit. Geöffnet wurden die Grenzen aber am 9. November 1989. Und Kaulitz kam auch nicht in Ost-Berlin zur Welt wie Klum kommentiert, sondern in Leipzig.

Jetzt, wo ein Stück deutscher Geschichte in ihrem amerikanischen Vorgarten steht, sollte sich Heidi Klum vielleicht noch einmal intensiver mit der Historie beschäftigen - der ihres Geburtslandes und der ihres Ehemannes.

Quellen: Instagram Heidi Klum, Twitter Sarah Kuttner

jum