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Schauspielerin Judi Dench: "M" kämpft um ihr Augenlicht

Nach und nach verliert Oscar-Preisträgerin Judi Dench ihr Augenlicht. Schon jetzt kann die Schauspielerin ihre Skripte nicht mehr selbst lesen. Einen Rückzug aus dem Filmgeschäft schließt die 77-Jährige aber kategorisch aus.

Die britische Oscar-Preisträgerin Judi Dench kämpft um ihr Augenlicht. Die Schauspielerin sagte der Zeitung "Daily Mirror" (Samstagausgabe), sie könne aufgrund einer Augenerkrankung ihre Skripte nicht mehr lesen. Daher lese ihr jemand die Texte vor, meist ihre Tochter, ihr Agent oder ein Freund, sagte die 77-Jährige, die in den James-Bond-Filmen Geheimdienstchef "M" spielt. "Ich mag das, denn ich sitze einfach da und stelle mir die Geschichte vor." Auch Gesichter könne Dench aus der Nähe nicht mehr klar erkennen: "Das schlimmste ist, wenn ich abends in einem Restaurant sitze und die Person, mit der ich esse, nicht sehen kann", sagt sie.

Die Schauspielerin leidet an einer Makuladegeneration, einer im Alter auftretenden Augenkrankheit, bei der das Gewebe auf der Netzhaut betroffen ist und die zu einem Verlust der Sehkraft führt. Dench gab an, sie befinde sich derzeit in ärztlicher Behandlung: "Mir wurden Spritzen verabreicht und ich hoffe, dass sie es zum Stillstand gebracht haben." An einen Rückzug aus dem Filmgeschäft, denkt sie aber noch nicht: "Solange es für mich Arbeitsmöglichkeiten gibt, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen."

Judi Dench wurde als Darstellerin von Shakespeare-Dramen bekannt und spielte in Kinofilmen. 1999 erhielt sie den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle von Königin Elizabeth I. im Film "Shakespeare in Love". Auch im dieses Jahr erscheinenden 23. James-Bond-Film "Skyfall" spielt sie wieder Agenten-Chefin "M".

jwi/AFP/Bang / AFP
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