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Selbstmord: Heinos Tochter ist tot

Die Düsseldorfer Polizei hat den Tod von Heinos Tochter Petra bestätigt. Sie geht von Selbstmord aus: Die 34-Jährige erstickte sich mit einer Plastiktüte.

Die Tochter des Schlagersängers Heino ist tot in ihrer Düsseldorfer Wohnung aufgefunden worden. "Wir gehen von Selbstmord aus", bestätigte ein Polizeisprecher am Montag Berichte von "Bild" und "Express". Eine Bekannte hatte am Sonntag die Polizei alarmiert. Daraufhin drang die Feuerwehr in die Wohnung der 35-Jährigen ein. Sie entdeckten die Leiche im Badezimmer.

Heinos Tochter Petra (34) war vor etwa einem Jahr psychisch schwer erkrankt und zeitweise in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie untergebracht. Sie soll sich mit einer Plastiktüte erstickt haben - auf die gleiche Weise hatte sich 1988 bereits ihre Mutter umgebracht. Heino habe die Todesnachricht wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer bei Genua erhalten.

Schwere Zeit mit beiden Kindern

Der 64-Jährige hat eine schwere Zeit mit seinen beiden Kindern hinter sich. Sein Sohn Uwe (43) sei schwer alkoholabhängig gewesen, berichtete er der "Bild am Sonntag" in einem Interview. Uwe sei ein Jahr zur Entziehung in der Klinik gewesen, sagte Heino. "Darüber ist leider auch seine Ehe zerbrochen." Jetzt sei er trocken. Er arbeitet wieder in Heinos Rathauscafé in Bad Münstereifel als Koordinator. "Irgendwann soll er das Café übernehmen."

In dem Interview sagte der Sänger über die Erkrankung seiner Tochter: "Das war noch schwerer für mich zu verstehen. Ich konnte mit ihrer Krankheit gar nicht umgehen. In meiner Familie gab es ja so einen Fall auch noch nie." Petra habe Stimmen gehört, wo keine waren, und Gespräche mit Menschen geführt, die schon lange tot sind. "Sie war in ihrer eigenen Welt gefangen und konnte nicht mehr am normalen Leben teilhaben", schilderte der Sänger. Er selbst habe sie in die Psychiatrie einweisen lassen.

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass die Ermittlungen im Todesfall von Tochter Petra noch nicht abgeschlossen sind. "Wir überlegen nun, ob eine Obduktion notwendig ist", sagte Staatsanwalt Johannes Mocken.

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