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Interview

Sohn von Jenny Elvers: Paul Elvers: "Prominenz bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich"

Paul Elvers ist mittlerweile volljährig und erfolgreich als Model unterwegs. Im Interview spricht er über Vergangenes, aber auch über Zukunftspläne und das Leben als Promi-Sohn.

Paul Elvers mit Mutter Jenny

Paul und Mutter Jenny Elvers sind ein eingespieltes Team

Getty Images

Auf einem Instagram-Bild posiert er stolz neben seiner Mutter Jenny Elvers. Dazu schreibt er: "Alles Gute zum Geburtstag, Mama. Du bist die beste Mutter, die man sich vorstellen kann und die stärkste Frau, die ich kenne. Bleib genauso wie du bist, denn so bist du perfekt." Paul Elvers schämt sich nicht, mit seiner Mutter in der Öffentlichkeit aufzutreten. Im Gegenteil: Er ist stolz auf sie. Der 18-Jährige stand immer hinter ihr, auch in den schwersten Zeiten. Jetzt steht er selbst in der Öffentlichkeit: Als Model bekommt er so manche Aufträge und auch auf seinem Instagram-Account hat er bereits tausende Follower. Im Interview mit dem stern spricht Paul Elvers über seine Ziele und Träume und erzählt auch, wie er die teils schwierigen Zeiten als Promi-Sohn erlebt hat.

Paul, du hast über 17.000 Follower auf Instagram und schon einige Jobs als Model an Land gezogen: Kannst du dir für die Zukunft ein Leben in der Öffentlichkeit gut vorstellen?

Ja, natürlich! Ich hatte die Wahl, das zu machen und habe mich ganz bewusst dafür entschieden. 

Dann planst du auch weiterhin als Model zu arbeiten? Oder was sind deine beruflichen Pläne für die Zukunft?

Das Modeln macht mir echt unheimlich viel Spaß, vor allem das Reisen finde ich spannend. Langfristig kann ich mir so einiges vorstellen: vor, aber auch hinter der Kamera, zum Beispiel im Bereich Marketing und Management. 

Möchtest du auch deinen Instagram-Account in dein berufliches Leben einbeziehen, vielleicht als Influencer Geld verdienen?

Instagram bietet ja wirklich viele Möglichkeiten und macht Spaß. Wenn mir etwas wirklich gut gefällt, würde ich dafür auch auf meinem Kanal Werbung machen. Grundsätzlich ist mir aber der Kontakt mit "echten Menschen" wichtiger als meine Followerzahl.

Wo du dich so gut auskennst: Gibst du deiner Mutter auch mal Tipps in Sachen Social Media?

Oh ja, die gebe ich ihr. (lacht) Vor allem technische.

Manche Kinder von prominenten Persönlichkeiten ziehen sich ja irgendwann zurück. Du nicht.

Vielleicht, weil mich keiner gezwungen hat. Manche Kinder konnten sich das nicht aussuchen, meine Eltern haben mich immer nur in großen zeitlichen Abständen gezeigt – bis ich dann alt genug war, das selbst zu entscheiden.

Glaubst du, dass du manche Modeljobs durch einen "Promibonus" bekommen hast? Oder spielt das in dem Beruf keine Rolle?

Der Einstieg war dadurch sicher einfacher, beim Casting hilft aber kein bekannter Nachname und nur, weil man eine berühmte Mama hat, heißt das auch nicht, dass man zum Modeln geeignet ist.

Wie hast du die öffentlichen Auftritte neben deiner Mutter erlebt? Nervig, langweilig, vielleicht auch mal peinlich?

Ich begleite meine Mama gern zu öffentlichen Auftritten. Wir unternehmen generell viel miteinander, denn langweilig wird es mit ihr nicht – im Gegenteil. Wir haben viel Spaß und den gleichen Humor! 

Du wurdest dabei sicher auch schon öfter auf die Alkoholsucht deiner Mutter angesprochen. 

Die Tatsachen sind ja bekannt und werden seit vielen Jahren immer wieder thematisiert, obwohl der öffentliche Absturz meiner Mutter schon viele Jahre zurückliegt. Das ist das eigentlich Lästige daran: Immer wieder über eine Phase im Leben sprechen zu müssen und nur darauf reduziert zu werden, ist einfach anstrengend.

Du scheinst eine wirklich gute Beziehung zu deiner Mutter zu haben. Ganz ohne Streit?

Nein, wir streiten auch über ganz alltägliche Dinge, wie zum Beispiel über unsere unterschiedlichen Ansichten in Sachen Ordnung und Hausaufgaben. (lacht) So, wie es in jeder Familie üblich ist. In den wichtigen Dingen des Lebens ziehen wir aber an einem Strang.

Wie ist dein Familienleben im Moment? Du hast dich kürzlich sowohl mit deiner Mutter als auch mit deinem Vater auf dem roten Teppich gezeigt, das wirkte sehr harmonisch. 

Ich treffe mich regelmäßig mit meinem Ziehvater, verbringe aber auch häufig Zeit mit meinem leiblichen Vater. Meine Mama versteht sich mit beiden, wir kommen alle gut klar und es gibt tatsächlich keinen Stress untereinander.

Ist es so gar nicht chaotisch manchmal?

Unser Familienleben ist sicher anders als andere, aber ziemlich entspannt.

Wie war das in der Schule: Warst du da immer Paul oder eher "der Sohn von Jenny Elvers"? Was für Erfahrungen hast du da gemacht?

Unterschiedlich. Prominenz bringt eben nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich. Wirklich nervig wurde es zum Beispiel, als meine Mutter regelrecht von Paparazzi gejagt wurde, sogar, als sie mich von der Schule abgeholt hat.

Du bist mittlerweile volljährig, planst du auch schon auszuziehen? Oder ist das noch kein Thema?

Ich gehe momentan ja noch zur Schule und stehe kurz vor meinem Abschluss. Vielleicht gehe ich aber nächstes Jahr auch einmal für ein paar Monate zum Modeln ins Ausland, wenn es sich beruflich ergibt. Anfragen gab es schon einige. Aktuell plane ich aber noch nicht auszuziehen, denn mit meiner Mama lässt es sich prima zusammenwohnen. Da muss sie sich noch keine Gedanken drum machen.

Paul Elvers ist der Sohn der Schauspielerin Jenny Elvers und des ehemaligen Big-Brother-Kandidaten Alexander Jolig.