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Trubel um Charlie Sheen: Warum Hollywood so gerne vergibt

Sie provozieren wie Charlie Sheen, liegen zugedröhnt und halbnackt auf der Straße, hinterziehen Steuern und reißen in Hotels das Telefon aus der Wand. Immer wieder machen Hollywood-Stars Schlagzeilen wie diese - und bekommen regelmäßig eine zweite Chance. Warum eigentlich?

Von Frank Siering, Los Angeles

Charlie Sheen steht auf dem Balkon eines Hochhauses in Beverly Hills und schwingt triumphierend eine Machete hin und her. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Star der Hit-Show "Two and a Half Men" schon von seiner Kündigung. Sheen sei "schier untragbar für das Studio" geworden, heißt es im Schreiben von Warner Bros. an seine Anwälte. Aus, vorbei, die Karriere eines bipolaren Exzentrikers am Ende? Von wegen. Sheen, der pro Sendung rund 1,2 Million Dollar Gage kassierte, twittert schon wenige Stunden nach der Entlassung von einem neuen Abenteuer, das ihm viel Geld einspielen und seinen Kultstatus in die Stratosphäre des Entertainment-Universums katapultieren werde. Ein reicher Geschäftsmann aus Dallas, dem auch das Basketball-Team der Dallas Mavericks gehört, wolle ihn anheuern für eine neue Show. Schon in der nächsten Woche würden die beiden neuen Business-Partner ihre Pläne verkünden.

Völlig zugedröhnt und halbnackt in der Seitengasse

Sheen reiht sich somit nahtlos ein in die schier endlose Schlange von Hollywood-Stars, die trotz Eskapaden und unsäglicher Ausfälligkeiten immer wieder schnell den Olymp erklimmen. Keine andere Industrie vergibt so gerne wie Hollywood. "Hier kannst Du goldene Teller stehlen und am Ende des Tages dennoch triumphierend in die Hände klatschen", sagt Bob Strauss, der seit mehr als 25 Jahren für die Los Angeles Daily News über die Entertainment-Branche berichtet.

So war es bei Robert Downey Junior, einem Mann, der als das größte Schauspiel-Talent seit Charlie Chaplin galt. Er stürzte so tief, dass er eines Morgens völlig zugedröhnt und halbnackt in einer Seitengasse in L.A. von der Polizei aufgelesen wurde. Die Karriere schien gelaufen. Schien. Heute, ein paar Jahre später, wird Downey als "Iron Man" und "Sherlock Holmes" weltweit bejubelt und kann sich vor Filmangeboten kaum retten.

Vom Weltstar zum kahlgeschorenen Elend

So war es auch bei Lindsay Lohan, die schon als Kind als riesiges Nachwuchstalent galt. Dann kamen die Drogen, der Alkohol, die Gerichtsprozesse, das Gefängnis. Absturz, Feierabend. Wirklich? Trotz immer neuer Eskapaden schafft es Lohan immer wieder, im Entertainment-Dschungel zu überleben. Zum Oscar-Abend durfte sie gar in der beliebten Jimmy Kimmel Show bei einem Special vor einem Millionen-Publikum auftreten. Ihr Kalender für Foto-Shoots ist ausgebucht. Und sogar über neue Filmprojekte wird gemunkelt. Und auch bei Britney Spears war es so. Vom Weltstar zum kahlgeschorenen Elend. Alles live und vor laufenden Kameras. Scheidung, Kinder weg, Geld weg. Kaum jemand erholt sich von einem solchen Schock. Doch Spears verdiente im vergangenen Jahr mehr Geld denn je zuvor. Ihre Karriere boomt, die Fans und die Industrie haben ihr vergeben, jubelt ihr wieder zu. Ein Comeback wie im Märchen.

Aber warum? "Hollywood verdient gerne Geld", erklärt Michael Sands, ein Image und Medien-Berater aus Los Angeles. Und fügt hinzu: "Solange das so ist, haben die Stars auch alle möglichen Freiräume. Schwierig wird es, wenn mit dem Promi kein Geld mehr eingespielt wird."

Crowe kann schonmal das Telefon aus der Wand reißen

Einer wie Nicolas Cage oder jetzt auch Al Pacino kann durchaus als Steuersünder durch die Lande ziehen, Hollywood-Produzenten interessiert das kaum. Warum auch? Selbst die schlechten Filme von Cage und Pacino spülen noch immer genug Geld in die Kassen, um "peripheres Verhalten dulden zu können", sagt Sands. Einer wie Russell Crowe kann schonmal das Telefon in einem Hotel aus der Wand reißen und einem Angestellten an den Kopf werfen. Crowe gilt noch heute als Kassenmagnet. Außerdem fehlt im Zeitalter des unendlichen Fortsetzungswahns dieser Tage oft ein gutes Skript, deshalb greifen die Macher in Hollywood halt auch gerne mal auf die Wirklichkeit zurück. Getreu dem Motto: Das Leben schreibt immer noch die besten Geschichten. Die Blaupause sieht so aus: Dem Aufstieg folgt der Drogen-, Alkohol- oder dieser Tage auch gerne die Sexsucht des Stars. Dann kommt die öffentliche Entschuldigung, und ab geht’s in die Reha-Klinik. Dort wird der Star wieder aufgebaut, von Therapeuten und PR-Managern rund um die Uhr betreut.

Die Tochter, ein "gedankenloses kleines Schweinchen"

Anschließend bekommt der jetzt rehabilitierte Star gar einen Preis dafür, "Mut aufgebracht und sich den persönlichen Dämonen gestellt zu haben". Es folgt - so will es das Hollywood-Skript - der Wiedereintritt ins öffentliche Leben mit einer Rolle in einem Film. Dem Triumph sind keine Grenzen gesetzt. Ein Star ist wiedergeboren. Klappe. Kasse. Natürlich ist es nicht immer so einfach. Es gibt auch in Hollywood Grenzfälle. Mel Gibson ist so einer. Antisemitische Kaskaden werden auch einem wie Braveheart nur selten verziehen.

Tatsächlich? Wer erinnert sich noch heute daran, dass der gerade frisch gekürte Oscar-Gewinner Christian Bale seinen Regisseur auf dem Set von "Terminator Salvation" vor angestellten Mikrofonen so zur Schnecke gemacht hat, dass selbst gestandene Branchenkenner Bale als leicht psychopathisch bezeichneten? Oder daran, dass Alec Baldwin seine elfjährige Tochter in einer Telefonnachricht als "gedankenloses kleines Schweinchen" bezeichnet hat?

Helden dürfen mit gezogenem Revolver reiten

Nur drei Jahre später stand Baldwin als begeistert gefeierter Gastgeber der Academy Awards wieder auf der Weltbühne. "Fast jeden Tag bricht ein neuer Celebrity-Skandal über uns herein", sagt Andrew Wallenstein vom Hollywood Reporter. "Die Öffentlichkeit ist abgestumpft. Wir vergessen, wir vergeben. Keiner erinnert sich noch an gestern." "Vielleicht", sagt Medien-Berater Sands, "muss es auch so sein. Vielleicht wollen wir unsere Stars nicht als Arschlöcher und Psychopathen in Erinnerung behalten, sondern als Helden der Leinwand, die uns für zwei Stunden den Alltagsstress nehmen. Sie sollen uns nicht daran erinnern, dass auch sie oftmals Schwierigkeiten haben, das Leben zu meistern." Helden dürfen eben auch mal mit gezogenem Revolver und ohne Waffenschein durch die Stadt reiten. Oder, wie im Falle von Charlie Sheen, mit der Machete in Beverly Hills durch die Gegend wirbeln.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(