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Nach ZDF-Konzertfilm: "Latex-Leder-Mesh-Mode der Reeperbahn": Journalistin greift Helene Fischer an – und erntet Kritik

Am Samstagabend zeigte das ZDF den Konzertfilm "Helene Fischer – Spürst du das?". ZDF-Journalistin Maja Weber störte sich dabei besonders an einem Outfit der Sängerin und stänkerte auf Twitter. Dort stieß sie auf Gegenwind.

Helene Fischer wird für Bühnenoutfit kritisiert

Für dieses Bühnenoutfit wurde Helene Fischer von einer ZDF-Journalistin kritisiert

Helene Fischer hat sich nach Bekanntgabe der Trennung von Florian Silbereisen weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Das bewahrt die Sängerin aber nicht vor Kritik: Am Samstagabend zeigte das ZDF "Helene Fischer – Spürst du das?", ein Konzertfilm, der schon im vergangenen Jahr aufgenommen wurde. Nicht nur, dass die vergleichsweise schlechten Quoten für Schlagzeilen sorgten. Auch eines der Bühnenoutfits von Helene Fischer steht in der Kritik – zumindest bei ZDF-Journalistin Maja Weber. Konkret geht es um einen Look aus einem roten Latex-Top und -Höschen, den die Sängerin bei ihrem Hit "Achterbahn" auf der Bühne trug.

Die 42-jährige Journalistin, die unter anderem die Nachrichtensendung "heute Xpress" im ZDF moderiert, schrieb kurz nach Ausstrahlung des Films auf Twitter: "Findet ein 'Superstar' wie Helene Fischer, die sich um Fanbindung wirklich keine Sorgen machen muss, keine andere Bildsprache für die vielen Frauen auf der Bühne als die der Latex-Leder-Mesh-Mode der Reeperbahn? Oder inspirierte das Rotlichtviertel in Amsterdam?" Kurz darauf legte Weber noch mal nach und kritisierte, dass sich "Frau Fischer vor zwei Herren noch in Wasser wälzt". In den Kommentaren machte die Moderatorin noch weiter: Helene Fischers Outfit stelle die "Käuflichkeit von Frauen dar" und "es suggeriert jungen Frauen, dass es 'wow' ist. Prostitution ist nicht 'wow'. Und ihre Insignien auch nicht", erklärte Weber.

Maja Weber erntet nicht nur Kritik von Helene-Fischer-Fans

Die Tweets der ZDF-Journalistin kommen bei den meisten Twitter-Usern aber nicht gut an. Über 200 Kommentare haben sich unter ihrem ersten Tweet mittlerweile angesammelt – die meisten davon sind negativ: "Feminismus könnte so toll sein, wenn er bedeuten würde, dass jede Frau sich so ausleben kann, wie sie möchte. Leider bedeutet Feminismus oft nur, dass eine Frau sich statt von Männern nun von anderen Frauen sagen lassen muss, was richtig ist und wie sie zu sein hat", schrieb etwa eine Nutzerin in den Kommentaren. Andere User finden die Worte von Weber "daneben", "frauenfeindlich" oder "verklemmt". 

Auch die zweite Kritik um schlechte Quoten wird von einem besonderen "Helene-Fan" abgeschmettert: Schlager-Kollegin Maite Kelly. Die hat auf Instagram einen Artikel zu den angeblich schlechten Einschaltquoten geteilt – es hatten "nur" 2,88 Millionen Menschen eingeschaltet – und schrieb dazu unter anderem: "Selten habe ich eine deutsche Künstlerin kennengelernt, die sich so bodenständig und demütig ihrem Publikum hingibt. Es macht mich etwas wütend und traurig zugleich, zu sehen, wie viele sich an einem sogenannten Misserfolg freuen." 

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Ich möchte mal etwas Dampf ablassen. Die letzten Tage habe ich oft an @helenefischer gedacht, an meine liebe Kollegin und Freundin. Selten habe ich eine deutsche Künstlerin kennen gelernt, die sich so bodenständig und demütig ihrem Publikum hingibt. Es macht mich etwas wütend und traurig zugleich, zu sehen, wie viele sich an einem sogenannten Misserfolg freuen oder wie eine tolle Leistung dazu einfach „gemacht“ wird. Mit der Ausstrahlung von Helenes Live-Konzert am Wochenende über 13% Marktanteil und mehr als 2,8 Millionen Zuschauer zu erreichen, ist eine unfassbare Leistung. Eine etablierte TV-Show und ein Live-Konzert sind zwei total unterschiedliche Formate! „Sing meinen Song“ generiert mit sechs Top-Künstlern solche Zahlen und wird dafür gefeiert. Hier muss ich mal was sagen… Wo bleiben Dankbarkeit und Respekt einer Künstlerin gegenüber, die zeigt, dass wir in Deutschland nicht nur guten Fußball spielen oder hervorragende Autos bauen? Hier haben wir eine Frau, die zu den Besten im Entertainmentbusiness zählt. Solche Aussagen hat eine Künstlerin von diesem Format weder menschlich noch als Profi verdient. Das kann man so einfach nicht stehen lassen. Zur besten Sendezeit mit einem Konzertmitschnitt in diesem Handy- und Internet-Zeitalter so viele Menschen anzuziehen und zu halten, ist ein großartiger Erfolg! Liebe Helene, ein paar Worte von mir als Kollegin, als Frau und als Mama – hör da einfach nicht hin. Dein Publikum, für das Du alles gibst, kennt Dich. Ich fr eue mich auf Mehr! U just keep doing what u do!!! #unstoppable #lasssiereden #heleneisthebest

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Die Sängerin erklärte weiter: "Wo bleiben Dankbarkeit und Respekt einer Künstlerin gegenüber, die zeigt, dass wir in Deutschland nicht nur guten Fußball spielen oder hervorragende Autos bauen? Hier haben wir eine Frau, die zu den Besten im Entertainmentbusiness zählt." Man könne solche Schlagzeilen nicht stehen lassen, findet Kelly und freue sich auf mehr von Helene Fischer. Die hat sich zu der ganzen Aufregung um den Konzertfilm bisher noch nicht selbst geäußert.

Quellen: Twitter Maja Weber / Instagram Maite Kelly

maf