HOME

Ausstellung in London: Lady Diana: Von der Kindergärtnerin zur weltweiten Stilikone

Mit nur 36 Jahren wurde Lady Diana im August 1997 aus dem Leben gerissen. 20 Jahre nach dem tragischen Autounfall zeigt der Kensington Palast nun eine Ausstellung, die Dianas Rolle als Stilikone würdigt.

Lady Diana tanzt mit John Travolta

20 Jahre nach ihrem tragischen Tod bei einem Autounfall in Paris organisiert der Kensington Palast eine Ausstellung über Lady Diana. "Diana: Her Fashion Story", so der Titel, widmet sich dem modischen Vermächtnis der früheren Prinzessin von Wales. 26 von Diana getragene Outfits werden ab dem 24. Februar zu sehen sein, darunter die blaue Samtrobe, die Diana im November 1985 bei einem Empfang im Weißen Haus präsentierte. Gemeinsam mit Prinz Charles besuchte sie den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und seine Frau Nancy in Washington. Eingeladen waren auch zahlreiche Prominente, darunter Schauspieler John Travolta, mit dem Diana tanzte. Entworfen hatte die schulterfreie Robe der britischen Designer Victor Edelstein.

Bei ihrer Verlobung mit Prinz Charles im Februar 1981 wählte Lady Diana noch ein Kleid von der Stange. Das blaue Modell erwarb die damals 19-Jährige im Londoner Kaufhaus Harrods, nachdem sie vom Hofschneider Bellville Sassoon abgewiesen worden war. Hochkarätig war hingegen der Ring, der an Dianas Hand funkelte: Ein Schmuckstück aus 14 Diamanten, einem ovalen Saphir und 18 Karat Weißgold. Heute trägt ihn Herzogin Catherine, die Frau von Dianas älterem Sohn William.

Lady Diana und Prinz Charles heirateten im Juli 1981 

Fünf Monate nach ihrer Verlobung heiratete Lady Diana in der Londoner St Paul's Cathedral den britischen Thronfolger Prinz Charles. Über eine Milliarde Menschen verfolgten die Zeremonie im Fernsehen und im Radio. Das opulente Brautkleid der 20-Jährigen wurde vom britischen Designer David Emanuel und seiner Frau Elizabeth entworfen. Allein die Schleppe der Robe maß 7,62 Meter. Das Hochzeitskleid selbst wird nicht in der Ausstellung im Kensington Palast zu sehen sein, dafür aber eine Bluse, die ebenfalls von David und Elizabeth Emanuel entworfen wurde. Diana trug das Modell auf einem Porträt, das der Fotograf Lord Snowdon anlässlich der Verlobung mit Prinz Charles machte.

Nach ihrer Hochzeit mit Prinz Charles wurde Lady Diana nicht nur zur "Prinzessin der Herzen", sondern auch eine weltweite Stilikone. Kein anderes Mitglied eines europäisches Königshauses stand damals so im Interesse wie die frühere Kindergärtnerin Diana Spencer. Im Mai 1985 reisten Lady Diana und Prinz Charles gemeinsam mit ihren Söhnen William und Harry nach Italien. In Venedig präsentierte die Prinzessin einen türkis karierten Mantel mit passendem Hut - ein Entwurf von David und Elizabeth Emanuel, den Designern ihres Brautkleides. Dieser Mantel ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

Catherine Walker war Dianas Lieblings-Designerin

Bei Auslandsreisen wurde die Garderobe von Lady Diana schnell zum Politikum. Sie gab sich jedoch stets diplomatisch und versuchte, ihrer Kleidung den Gepflogenheiten des Gastlandes anzupassen. So trug sie 1986 beim Besuch in Japan unter anderem ein rot-gepunktetes Wickelkleid. Die roten Punkte waren eine Hommage an das Land der aufgehenden Sonne, dessen Flagge eine rote Sonnenscheibe auf weißem Grund zeigt.

Zu den Lieblings-Designern von Lady Diana gehörte die Britin Catherine Walker. Die Modemacherin kreierte 16 Jahre lang Kleider für die Prinzessin von Wales. Nach Walkers Tod im Jahr 2010 übernahm ihr Mann die modische Leitung des Labels, denn auch Herzogin Catherine, die Frau von Dianas Sohn William, trägt bei öffentlichen Auftritten gern Entwürfe der Marke. So führt sie das Erbe ihrer Schwiegermutter fort, auch wenn sie Diana nie persönlich kennenlernen konnte.

jum