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Maries Modelcheck: Warum Schönheits-OPs für Models tabu sind

In unserer Gesellschaft sind Brustvergrößerungen und Fettabsaugen so alltäglich wie Friseurbesuche. Ausgerechnet als Model sollte man sich aber nicht unters Messer legen. Warum?

Von Marie von den Benken

Marie von den Benken über Schönheits-OPs

Schönheits-Operationen sind in der Modelszene ein Tabu.

Schönheits-OP, plastische Chirurgie, ästhetische Medizin. Egal, wie man es nennt: Für Models ein Tabu. Die erste Regel des Model-OP-Clubs lautet: Sprich nicht über den Model-OP-Club. Gerüchte werden ignoriert oder vehement bestritten. In Zeiten, in denen du im Mallorca-Urlaub Botox gespritzt, beim Wochenend-Trip an der Ostsee die Brüste vergrößert oder nach Feierabend noch schnell Hyaluronsäure injiziert bekommen kannst, sind kosmetische Korrekturen längst gesellschaftsfähig. In der Fashionbranche allerdings gilt ein Model, das einen Eingriff machen ließ, als schwer vermittelbar. Ausgerechnet die, von denen permanente Schönheit erwartet wird, dürfen ihr nicht nachhelfen.

Der Preis der Schönheit

Warum ist das so? Das Kapital eines Models ist ihr Körper. Kunden, Agenturen und Öffentlichkeit setzen voraus, dass sie ihn pflegt. Sport, gesunde Ernährung, viel Schlaf. Und tatsächlich: Wenn auf Fashion Weeks in New York, Paris oder Berlin exzessive Partys steigen, liegen wirklich erfolgreiche Models längst im Bett. Und während morgens die Frühstücksbuffets geplündert werden, schwitzen sie im Fitnessraum. Anders halten sie ihr Pensum nicht durch und ihre Körper nicht fit. Diese Art von Askese erwartet man von einem Model. Quasi als Ausgleich für den Gewinn in der DNA-Lotterie, der ihnen diese Karriere überhaupt erst ermöglicht hat.

Nur ohne Fett fett im Geschäft

Dabei ist es doch so: Wenn ein Unternehmen nicht mehr effizient produziert, werden modernere Maschinen angeschafft. Die "Maschine" eines Models ist ihr Körper. Was also könnte daran falsch sein, auch hier bei Bedarf zu justieren? Ist es Missgunst? Die Angst, ein schöner Mensch könne noch schöner werden? Zum Teil. Fakt ist: Bis heute hat kaum ein hauptberufliches Model je einen chirurgischen Eingriff zugegeben.

Überraschend kommt daher die aktuelle Beichte der GNTM-Kandidatin Lara Helmer. Die Sechstplatzierte dieses Jahres gesteht umfangreiche Schönheits-Operationen vor ihrer Bewerbung. Darunter Liposuktionen (Fettabsaugung) an Hüfte, Beinen und Bauch. Fettabsaugung, oder wie man in Düsseldorf sagt: Mittagspause.

Nip/Tuck

Zahlreiche Models, auch aus der Kategorie Topmodel, haben sich bereits plastisch verschönern lassen. Dabei sind Brustvergrößerungen (bei Frauen die häufigste Schönheitsoperation) eher ungewöhnlich. Die auf große, schlanke Körper geschnittenen Designerkleider fallen an kurvigen Mädchen nicht optimal. Wohin sich eine Modelkarriere mit Doppel-D entwickelt, zeigt auch Micaela Schäfer. In der Premierenstaffel von GNTM noch in den Top 8, ist es heute fast unmöglich, überhaupt mal ein Bild von ihr zu sehen, auf dem sie etwas anhat. Aber Nasenkorrekturen, Botox, Ohren anlegen, Brüste straffen oder Fettabsaugen - das kommt auch bei den Größten der Branche öfter vor als man denkt.

I Kerr For You

Prominente Beispiele dafür gibt es genug. Gisele Bündchen etwa. Die Ex von Leonardo DiCaprio schweigt zu ihren Operationen bis heute, obwohl sie sogar beim Betreten einer berühmten Pariser Privatklinik für Schönheitschirurgie fotografiert wurde. Unisono interpretieren Experten ihre Vorher/Nachher-Bilder so, dass sie nach zwei Schwangerschaften ihre etwas schlaffen Brüste wieder in Form hat bringen lassen.

Oder Miranda Kerr. In der Branche gilt die Australierin als das Model mit dem perfekten Körper. Die 33-Jährige hat mehr als 15 Jahre Modelleben und vermutlich auch eine Brust-OP hinter sich. Dazu reißen Gerüchte über Botox-Behandlungen nicht ab. Auch in ihrem Fall existieren Bilder, die diese Thesen eindeutig zu belegen scheinen. Dennoch fehlen konkrete Aussagen von ihr oder ihrem Management dazu. Aus ihrem Umfeld lässt sie Dementis streuen. Diese Liste ließe sich endlos erweitern. 

Makellos durch die Nacht

Diese Fälle zeigen deutlich: Chirurgische Eingriffe werden bei Models nicht akzeptiert. Unterbewusst suggeriert die Branche, die Notwendigkeit einer OP wäre ein Zeichen für Vergänglichkeit. Dass der stets jung, frisch und straff zu präsentierende Körper erste Macken hat, die repariert werden müssen. Dass man den Ansprüchen einer Industrie, die auf der Suggestion von lupenreiner Schönheit aufgebaut ist, nicht mehr gerecht wird.

Es ist nicht einfach, damit umzugehen. Zunächst wirst du jahrelang auf dein Aussehen reduziert, und sobald der Körper etwas Unterstützung benötigt, giltst du als gescheitert. Die Halbwertszeit eines weiblichen Models ist kurz. Ein Skalpell kann sie verlängern - aber nur, wenn niemand davon erfährt. Denn Schönheit ist eine Ware, die nur makellos gehandelt wird. So schön wie möglich sein zu müssen, aber sich für jede Korrektur seiner Problemzonen schämen zu sollen, ist eine Lektion, die du erst mal verkraften musst. Also lernst du, mit der Lüge zu leben oder deine Karriere zu riskieren. Auch das ist eine Realität in diesem Job. 

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.