Trend aus Korea
Spicule Skincare erklärt

Spicule Skincare ist oft als Serum erhältlich.
Spicule Skincare ist oft als Serum erhältlich.
© Liudmila Chernetska / iStock via Getty Images

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Spicule Skincare soll für ebenmäßigere Haut sorgen und wird als Alternative zu Microneedling angepriesen. Doch was kann der Trend wirklich?

Spicule Skincare ist der neueste Hautpflege-Trend aus Korea, der aktuell auch international die Beauty-Welt erobert. Oft wird er als Microneedling-Alternative für zu Hause beschrieben. Seren, Cremes und Masken sollen die Haut ebenmäßiger erscheinen lassen - ganz ohne invasive Eingriffe. Doch wie funktionieren die Produkte, und halten sie wirklich, was sie versprechen?

Was sind Spicules und was können sie?

Der Name leitet sich von sogenannten Spicules ab: mikroskopisch kleinen, nadelartigen Strukturen. Diese bestehen aus biologisch abbaubaren Partikeln, die meist aus marinen Schwämmen gewonnen werden. Sie sind so fein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Gleichzeitig sind sie fest genug, um einen mechanischen Reiz auf der Haut auszulösen.

Doch sie sind nicht darauf ausgelegt, tief in die Haut einzudringen oder diese im klassischen Sinne zu verletzen. Sie wirken ausschließlich in der Epidermis, also der obersten Hautschicht. Damit bleiben sie deutlich oberflächlicher als beim Microneedling, bei dem feine Nadeln bis in die Dermis, die mittlere Hautschicht, vordringen. Entsprechend erzielt das Microneedling stärkere Effekte.

Nach dem Auftragen eines Produkts verbleiben die Spicules für eine gewisse Zeit in der Haut und können ein leichtes Kribbeln oder Prickeln verursachen. Dieses Gefühl gilt als Zeichen dafür, dass die Haut auf die mikrofeinen Strukturen reagiert.

Der Grundgedanke hinter der Methode ist eine kontrollierte Mikroreizung der Hautoberfläche. Sie soll natürliche Regenerationsprozesse anstoßen, die Hauttextur mit der Zeit verfeinern und die Haut kurzfristig aufnahmefähiger für Pflegewirkstoffe machen.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Wer Spicule Skincare zum ersten Mal verwendet, sollte mit niedrig dosierten Produkten beginnen, damit sich die Haut langsam daran gewöhnen kann. Am besten sollte das entsprechende Produkt abends angewendet werden, da die Haut über Nacht in ihre Regenerationsphase übergeht und mögliche Reizungen besser verarbeiten kann.

Nach der Anwendung sollte die Haut mit beruhigender und barrierestärkender Pflege unterstützt werden. In der Anfangszeit sollte zudem auf stark aktive Wirkstoffe wie Retinoide oder chemische Peelings verzichtet werden, um Überreizungen zu vermeiden. Da die Haut vorübergehend empfindlicher reagieren kann, ist ein konsequenter Sonnenschutz am Tag wichtig.

Nicht jede Haut reagiert gleich auf die kleinen Spicules. Besonders Personen mit empfindlichen Hauttypen oder einer geschwächten Hautbarriere können intensiver reagieren. Auch bei Akne ist die mechanische Stimulation oft zu viel.

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