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Zum Tod des "Playboy"-Gründers: Hugh Hefner: Sein Haus, seine Häschen, seine Partys

Hugh Hefner ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Kurz vor seinem Tod hat der "Playboy"-Gründer sein privates Fotoarchiv geöffnet und intime Einblicke gegeben. Wir erinnern an sein Leben.

Playboy

Hugh Hefner im Kreise seiner Lieben: Der "Playboy"-Gründer posiert 1970 vor einem Privatjet mit dem Model Barbi Benton (4. v. l.) und mehreren "Bunnies" auf dem Flughafen von Los Angeles.

Hefner hatte Benton als Cover-Model für den "Playboy" entdeckt. Das war der Beginn einer steilen Karriere für die damals 20-Jährige. Nach den Fotoaufnahmen landete Benton auch in Hefners Bett. Bis 1976 waren sie ein Paar. Über die Zeit sagte die gebürtige New Yorkerin rückblickend: "Hef konnte einfach nicht seinen Hosenstall geschlossen halten."

In dem neuen, sechsbändigen Bildband "Hugh Hefner's Playboy" gewährt der Selfmade-Millionär und Lebemann nun erstmals einen Einblick in sein Fotoarchiv. Die größtenteils bislang unveröffentlichten Bilder geben einen Einblick in sein wildes Partyleben.

Im Alter von 91 Jahren ist der Publizist Hugh Hefner gestorben. Sein Einfluss auf die Kultur der westlichen Nachkriegsgesellschaften ist kaum zu überschätzen. Er gründete den "Playboy" und machte daraus das berühmteste Männermagazin der Welt. Ein mächtiger Schlag gegen die Prüderie der 50er Jahre - auch wenn sich die Befreiung vor allem auf den weiblichen Körper beschränkte.

Die erste Ausgabe des "Playboy" erschien im Dezember 1953. Darin posierte die kaum bekleidete Marilyn Monroe zur Freude der Leser, die damit wussten, was sie von diesem Magazin erwarten dürfen. Mehr als 60 Jahre folgte der "Playboy" dieser Linie. 

Ende 2015 Jahr hatte der amerikanische "Playboy" angekündigt, keine nackten Frauen mehr zu zeigen. Der Vorsatz hat jedoch nicht lange gehalten. Der US-"Playboy" kehrte nach nur einem Jahr wieder zu seinen Wurzeln zurück.  sagte zu dem Schritt: "Ich bin der Erste, der zugibt, dass die Art und Weise, wie das Magazin mit Nacktheit umgegangen ist, altmodisch war - aber sie vollständig zu entfernen, war falsch. Heute holen wir uns unsere Identität wieder und wir gewinnen zurück, wer wir sind."

Der erste "Playboy" erschien 1953

Was genau die Identität ausmacht, darüber gibt ein Bildband Auskunft. Auf knapp 2000 Seiten präsentiert "Hugh Hefner's Playboy" (Taschen-Verlag) eine "illustrierte Autobiografie." Darin finden sich Highlights aus den ersten 25 "Playboy"-Jahren. Und das ist weit mehr als nur Pin-ups: Artikel über kulturelle Phänomene wie Musik (Jazz und Rock) Kunst, Design, Literatur und Architektur. Viele berühmte Geistesgrößen haben für dieses Magazin geschrieben, darunter Gore Vidal, Norman Mailer, "James Bond"-Erfinder Ian Fleming oder Ray Bradbury. Natürlich sind auch einige der berühmten Interviews versammelt. Vor allem hat Hugh Hefner tief in sein privates Archiv gegriffen und viele privaten Aufnahmen zum Abdruck freigegeben.

Schaut man sich heute die Bilder an, wird einem klar, dasss mit Hefners Tod eine Ära zu Ende gegangen ist.

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