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Großbritannien trauert Queen Elizabeth II. ist tot: Rückblick auf ein bewegtes Leben

Sehen Sie im Video: Das bewegte Leben von Queen Elizabeth II.




Dass dieser Tag einmal kommen würde, haben sich Menschen rund um den Globus kaum vorstellen können. Und doch ist der Tag nun gekommen: Queen Elizabeth ist tot. Geboren wurde sie am 21. April 1926 als Nichte des Königs. Erst als ihr Onkel in den 30er Jahren abdankte, rückte sie selbst zur Thronfolgerin auf. Erzogen wurde sie in den Schlössern ihrer Familie, ging nie auf eine Schule. Als ihr Vater nach überstandenem Zweiten Krieg 1952 starb, wurde sie selbst zur Monarchin, erfuhr davon auf einer Lodge in Kenia. Die Krönung folgte im Jahr darauf. Zum allerersten Mal wurde ein derartig großes Ereignis live im Fernsehen übertragen, mit Hunderten Millionen Zuschauern weltweit. Bereits zuvor hatte Elizabeth ihren Jugendschwarm Philip geheiratet, einen Prinzen von Griechenland und Dänemark mit deutschen Wurzeln, man sagt gegen den Widerstand der Familie und von Teilen der Bevölkerung. Nach dem Krieg stand alles Deutsche im Land nicht hoch im Kurs. Ihre vier Kinder, Charles, Anne, Andrew und Edward waren nicht immer Quell ungetrübter Freude. Drei von ihnen wurden geschieden; um jede und jeden von ihnen tobten die ein oder anderen Skandale. Einen vorläufigen Höhepunkt fanden diese in den 90er Jahren, zunächst mit der Scheidung von Charles und Lady Diana, später mit dem Unfalltod der Schwiegertochter. Zuletzt dürften ihr die Querelen um ihren Enkel Harry und dessen Frau Meghan und der Missbrauchsskandal um Prinz Andrew zu schaffen gemacht haben. Kenner sagten der Queen großen Familiensinn nach und einen feinen Humor, den sie auch bei öffentlichen Anlässen immer wieder aufblitzen ließ. Vielen galt sie als scharfsinnige, bestens informierte Beobachterin und als Inbegriff des Pflichtbewusstseins. Schwer war sie zu durchschauen, oftmals versuchte man, sie zu entschlüsseln. Die Queen hat es ihren Beobachtern nie leicht gemacht. Den Gebräuchen nach äußerte sie sich nicht zu politischen Vorkommnissen, äußerst selten zu privaten Angelegenheiten. Immer war sie bemüht, die Monarchie als Staatsform zu bewahren. Auch aus den Gesprächen mit ihren Premierministern drang nichts an die Öffentlichkeit, mehr als ein Dutzend Regierungschefs hat sie über die Jahrzehnte zur wöchentlichen Audienz empfangen. Im Jahr ihres Goldenen Thronjubiläums 2002 musste die Queen innerhalb weniger Wochen gleich zwei Mal Abschied nehmen, zunächst von ihrer Schwester Margaret, dann von ihrer Mutter, der Welt bekannt als über einhundertjährige Queen Mum. Unangefochten schmerzlich dürfte für sie der Tod ihres Mannes Philip fast 20 Jahre später, im Juni 2021, gewesen sein. Der Duke of Edinburgh starb im Alter von fast 100 Jahren, nach mehr als sieben Jahrzehnten gemeinsamen Lebens. Nun ist sie ihm nachgefolgt. Elizabeth Regina, Elizabeth Windsor, Königin, Staatsoberhaupt, Dienstälteste Monarchin überhaupt, unerschütterliches Symbol der Kontinuität, Ehefrau, Mutter, Groß- und Urgroßmutter, Pferdenärrin und vieles mehr. Die Queen – sie nimmt diesen Titel, ja, diesen royalen Markennamen mit ins Grab, zumindest auf absehbare Zeit. Denn die nächsten in der Thronfolge - Charles, William und George – sie alle werden als King den Thron besteigen. Die Queen ist tot. Ein zweites elisabethanisches Zeitalter hat damit ein Ende gefunden.
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Unfassbar, aber wahr: Nach sieben Jahrzehnten auf dem Thron ist Queen Elizabeth II. gestorben. Die Königswürde ging im Moment des Todes auf ihren Nachfolger über. Ein zweites elisabethanisches Zeitalter hat damit sein Ende gefunden.

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