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Royaler Besuch: Ohne Krone - König Willem-Alexander in Deutschland

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig hat das niederländische Königspaar offiziell empfangen. Der Besuch bekam viel zu sehen - auch Müll aus dem Meer.

Niederländisches Königspaar

Das niederländische Königspaar Willem-Alexander (M.) und Máxima (r.) scheint Spaß zu haben. Foto: Danny Gohlke

Das niederländische Königspaar ist zu einem dreitägigen Deutschland-Besuch eingetroffen. In Schwerin wurden Willem-Alexander und Máxima am Montag vor der Staatskanzlei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und ihrem Mann Stefan begrüßt.

Rund 250 Bürger hatten sich eingefunden, um den Monarchen0 und die Monarchin zu Gesicht zu bekommen. «Willkommen Majestät», sagte Schwesig zu Willem-Alexander. Darauf der König: «Danke. Super, hier zu sein.»

Auch am Schloss hatten sich Schaulustige versammelt, um einen Blick auf das königliche Paar zu erhaschen. Mit dabei die fünfjährige Frieda, die von ihrer Mutter extra eher aus der Kita abgeholt worden war, um zum ersten Mal einen richtigen König zu sehen. «Der trägt gar keine Krone», stellte sie den Unterschied zu den Herrschern aus ihren Märchenbüchern fest. Nach einer Besichtigung der Ahnengalerie im Schloss - Willem-Alexanders Urgroßvater Heinrich zu Mecklenburg stammt aus Schwerin - reiste der Besuch nach Rostock weiter.

Am Strand von Warnemünde präsentierten dem Königspaar sechs Schüler aus Rostock und Hamburg die Ergebnisse ihre Abfallsuche auf einem Strandabschnitt von 800 Quadratmetern. Willem-Alexander und Máxima zeigten sich beeindruckt von der gefundenen Menge. Knapp 1000 Fundstücke wurden ihnen präsentiert, davon allein mehr als 500 Plastikteile und 220 Zigarettenkippen, die allesamt nicht verrotten. Es sei wichtig, die Zusammenhänge zu verstehen, sagte der König.

Am Dienstag geht es weiter nach Brandenburg. In Potsdam ist am Nachmittag ein Besuch des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr geplant, gemeinsam mit der niederländischen Verteidigungsministerin Ank Bijleveld und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

dpa