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Der Poptitan geht Wollte Bohlen zu viel Gage? Die Gerüchteküche zum Aus bei RTL brodelt

Dieter Bohlen
Dieter Bohlen bei den DSDS-Liveshows im vergangenen Jahr.
© Stefan Gregorowius/ / Picture Alliance
Dieter Bohlen war jahrzehntelang Gesicht und Sprücheklopfer bei "DSDS" und "Das Supertalent"- jetzt muss er den Jury-Stuhl räumen. Passt der Poptitan nicht mehr in die Zeit oder ging's am Ende doch nur um den schnöden Mammon?

Die Nachricht vom Bohlen-Aus bei RTL schlug in der vergangenen Woche ein wie eine Bombe. Der "Sprücheklopfer der Nation" ist raus, wird künftig weder in der Castingshow "DSDS" noch bei "Das Supertalent" auf dem Jury-Stuhl sitzen. Bohlen, der zwei Jahrzehnte lang titanenfest dort den Ton mit markigen Sprüchen angab, die gern auch mal unter die Gürtellinie zielten, hat ausgedient. Der Sender will die Shows umkrempeln, "neue Impulse" setzen. Die Jury wird komplett ersetzt. Damit endet eine Ära.

Warum muss Bohlen plötzlich die Koffer packen? Zu den genauen Hintergründen lassen sich bisher weder der Sender noch Bohlen in die Karten schauen. Jetzt will die "Bild" erfahren haben, dass Geld eine Rolle gespielt haben soll. Laut Medienbericht habe vor drei Wochen ein Geheim-Treffen zwischen Sender, Produktionsfirma und Bohlen stattgefunden, bei dem die Details einer Vertragsverlängerung ausklamüsert werden sollte.

"Absolut nicht mehr zeitgemäß"

Bohlen habe bislang 2,5 Millionen Euro bekommen. Eine Summe, die inzwischen laut Medienbericht dem Sender zu hoch sei. Bohlen aber habe sogar noch mehr gefordert. Bestätigen wollte das allerdings laut "Bild" bislang keiner. Aber nicht nur das. Auch das Verhalten Bohlens selbst soll zum Zankapfel geworden sein. So habe eine Mitarbeiter dem Blatt gesagt: "Sein Auftreten war absolut nicht mehr zeitgemäß. Es gab große Schwierigkeiten, die Plätze neben ihm in der Jury zu besetzen." Demnach hätten rund 40 mögliche Juroren abgelehnt, mit Bohlen in der Jury zu sitzen.

So rabiat Bohlen auch mit den Casting-Kandidaten ins Gericht ging, so liebevoll umhegte er seine Schützlinge. Einigen verhalf er zur Karriere. Alexander Klaws erster Song "Take Me Tonight" stammte aus der Feder Bohlens, genauso wie der Siegersong "Don't Think About Me" des Schweizers Luca Hänni. Der sagte zum Abschied Bohlens: "Ich hätte gern mal zusammen mit ihm in der 'DSDS'-Jury gesessen. Ich bin ihm für alles sehr dankbar, was er mir damals mitgeben hat".

Weggefährten schicken Abschiedsgrüße

Einer dem dies vergönnt war, war Pietro Lombardi, der gewann 2011 "Deutschland sucht den Superstar". Er ist der wohl erfolgreichste Teilnehmer der Show bislang. Lombardi hat Bohlen viel zu verdanken. "Du warst derjenige, der von Anfang an an mich geglaubt hat! Über 10 Jahre Freundschaft, über 10 Jahre ein Team", schrieb Lombardi auf Instagram. Dort postete er ein Video-Medley gemeinsamer Momente. ""Der Mann hat Herz' waren deine Worte damals und die werde ich nie vergessen", erinnerte Lombardi, es sei ihm eine Ehre gewesen - "Du bist und bleibst eine Legende". Das Video ging sofort durch die Decke.

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Auch der ewige Wiederkehrer und Steh-auf-Männchen Menderes Bagci ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte zu formulieren. Bagci hatte es zwar an Talent gefehlt, Karriere aber machte er dennoch. Denn er kam einfach immer wieder, ließ sich von der Kritik nicht einschüchtern, glaubte an sich. Irgendwann erweichte er mit seiner Hartnäckigkeit sogar das Herz von Bohlen, das der Fans sowieso. 2016 wurde Bagci Dschungelkönig.

Auf Instagram verabschiedete sich Bagci nun von Bohlen. "Lieber Dieter", schrieb er brüderlich, "Dankeschön für fast 20 Jahre DSDS. Ich danke dir, für all die lustigen aber auch schönen Momente bei DSDS". Er wünschte Bohlen "weiterhin alles Gute".

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Wie Bohlen zum Aus bei den Shows steht, ist nicht bekannt. Der sonst so schlagfertige Bohlen hat sich selbst dazu noch nicht zu Wort gemeldet. Allerdings scheint ihn der Abschied durchaus nicht kalt zu lassen - einen Tag nach Bekanntwerden seines Ausstieges löschte Bohlen auf seinem Instagram-Profil die dauerhaften Stories, die dort auf die Shows verwiesen. Ob damit die Sache gegessen ist? Die Gerüchteküche brodelt. Die "Bild" zitierte eine Freundin Bohlens, die anderes erwarten lassen: "Er überlegt noch, wie er auf diesen Quasi-Rausschmiss reagieren soll. Da steht wohl auch im Raum, ob er sich juristisch wehren kann oder will." 

Quellen: Bild, Instagram

tpo

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