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Verrückte Welt: Frau muss wegen Ed Sheerans Musik in den Knast

Weil sie die Songs des Superstars in Dauerschleife hörte, riefen die Nachbarn die Polizei. Der Fall landete vor Gericht.

Frau wegen Ed Sheeran im Gefängnis

So unschuldig seine Songs auch klingen mögen - manch einem können sie schon mal die Freiheit rauben.

Okay, wir wollten uns eigentlich wirklich nicht in die Liste der zahllosen Berichte über Ed Sheeran einreihen. Aber das hier ist witzig. 

Inzwischen ist bestimmt fast jeder mal über Sheerans aktuellen Nummer-eins-Hit "Shape of you" gestolpert. Viele lieben ihn, manche hassen ihn, andere schalten aus, einfach nur aus Prinzip. Aber für eine Person gab es absolut kein Entkommen, was schließlich sogar zu einem Polizeieinsatz führte.

Ed Sheeran all night long

Clare Tidmarsh aus Howe Crescent, Willenhall, wurde Opfer einer halbstündigen Dauerschleife von "Shape of you" sowie anderen Songs, die ihre Nachbarin mitten in der Nacht in voller Lautstärke aufgedreht hatte. Die Nachbarin, Sonia Bryce, wollte den Song aber partout nicht ausstellen.

Tidmarsh, Mutter von fünf Kindern, rief schließlich die Polizei und der Fall landete vor Gericht. Acht Monate Gefängnis bekam Bryce dank ihres Sheeran-Wahns. Es sei ein "inakzeptables Level an Lärmbelästigung", so Richter Philip Gregory. Bryce war bereits Anfang des Jahres für sechs Wochen im Gefängnis - ebenfalls aufgrund von Lärmbelästigung.

Ich war's nicht!

Bryce selbst sieht die Verurteilung nicht ein. "Ich mag Ed Sheeran ja nicht einmal", soll sie dem Richter gesagt haben, und dass sie wenigstens nicht "Castle on the Hill" gespielt habe. Woraufhin der Richter entgegnete, dass er überzeugt sei, dass es sie nicht im geringsten kümmere, welche Auswirkung ihr Verhalten "gegenüber völlig anständigen und respektablen Menschen nebenan" habe.

Tidmarsh jedenfalls könne die Musik des britischen Stars nun nicht mehr hören. "Ich mochte Ed Sheeran, aber ich habe ihn von meiner Playlist genommen. Es hat uns verrückt gemacht." Naja. Eine Hörerin weniger wird Sheeran sicher verkraften können.

  • Leonie Ruhland