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Kinofilm und Netflix-Doku: Dieser berüchtigte Serienkiller kommt nächstes Jahr ganz groß raus

Der True-Crime-Hype geht weiter: Im nächsten Jahr nehmen sich gleich zwei Produktionen einem der berüchtigtsten Verbrecher der US-amerikanischen Geschichte an.

Ted Bundy

Ted Bundy im Juli 1978: Der Serienmörder gilt in den USA als Synonym für das Böse

Picture Alliance

Im Januar 2019 wird es genau 30 Jahre her sein, dass Ted Bundy hingerichtet wurde. Er war wegen der Morde an mindestens 30 jungen Frauen, die er zwischen 1974 und 1978 begangen hatte, zum Tode verurteilt worden. Sein Leben endete auf dem elektrischen Stuhl des Florida State Prison.

Im Rahmen des aktuellen True-Crime-Hypes war es deshalb nur eine Frage der Zeit, bis Bundy zum Protagonisten werden würde. Und so nehmen sich in Kürze gleich zwei große Produktionen einem der berüchtigtsten Serienmörder der US-amerikanischen Geschichte an.

Netflix: Doku-Serie über Ted Bundy

Netflix nimmt die vierteilige Doku-Serie "Conversations With A Killer: The Ted Bundy Tapes" ausgerechnet an Bundys Todestag, dem 24. Januar, ins Programm – zum schaurigen Jubiläum, sozusagen. Die Reihe des Emmy-Gewinners Joe Berlinger bezieht sich unter anderem auf bislang ungehörte Interviews mit Bundy in seiner Todeszelle, sie wirft außerdem ein Licht auf den Medienzirkus rund um seinen Prozess und beschreibt die Verehrung, die ihm gleich mehrere Frauen zuteil werden ließen.

Wem das noch nicht genug Bundy ist, für den schüttelt Berlinger auch noch einen Kinofilm aus dem Ärmel: Als Regisseur zeichnet er sich nämlich auch noch für "Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile" verantwortlich, einen Kinofilm, der ebenfalls für 2019 angekündigt ist und mit Zac Efron (als Bundy), Lily Collins, John Malkovich und Jim Parsons eine hochkarätige Besetzung aufweist.

Der Thriller schildert das Bild von Bundy aus Sicht seiner Lebensgefährtin Elizabeth Kloepfer, die das dunkle Geheimnis ihres Freundes einfach nicht wahrhaben will. "Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile" soll auf dem Sundance Film Festival in Utah ebenfalls im Januar seine Weltpremiere feiern.

Ted Bundy und die Faszination des Bösen

Bundy hätte die Aufmerksamkeit, die ihm posthum nun zuteil wird, vermutlich sehr genossen. Der Prozess gegen ihn gilt noch heute als abschreckende Freakshow, weil der Angeklagte sich so genüsslich inszenierte. Sogar seine Anwältin bezeichnete ihn als "Verkörperung des herzlosen Bösen". Obwohl er 30 Morde gestand, wird vermutet, dass er deutlich mehr Frauen getötet hat, Schätzungen zufolge sogar über 100 – und trotzdem ist die Faszination der Amerikaner für ihn seit jeher groß.

Auch Bundys Einfluss in der (Pop-)Kultur ist nicht zu unterschätzen: Der Thrillerautor Thomas Harris nimmt ihn als Vorlage für seinen "Buffalo Bill", den Killer in "Das Schweigen der Lämmer". Und sogar die Macher der Comedyserie "Eine schrecklich nette Familie" ließen sich von dem gefürchteten Mörder beeinflussen und nannten ihre Hauptfigur in Anlehnung an ihn: Al Bundy.

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tim
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