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Marketing-Stunt: Hamptons – Miami – Paris: Diese Influencer-Verlobung ist zu schön, um wahr zu sein

Die angeblich überraschende Abenteuer-Verlobung dieser Influencerin soll vorher verschieden Marken zum Sponsoring angeboten worden sein. Ihren Followern gefällt das so gar nicht.

Brautpaar vor Eifelturm

Die Verlobungs-Schnitzeljagd von Influencerin Marissa Casey Fuchs endete in Paris (Symbolbild)

Pexels

Heiraten ist voll im Trend. Die Generation Y ist unglaublich heiratsfreudig, und das wird natürlich auch auf Instagram festgehalten, klar: Gram – or it didn't happen. Doch diese beiden Influencer haben gerade den Vogel abgeschossen: Eine Verlobungs-Schnitzeljagd, bei der die Braut-To-Be um die halbe Welt geführt wird, und die, wie es aussieht, dabei nicht ohne finanziellen Hintergedanken arrangiert wurde. Aber von vorne:

Mit Instagram zur Traumhochzeit

Fashion-Infuencerin Marissa Casey Fuchs liebt schicke Outfits und ihre Karriere, und ist leicht süchtig nach Reisen – sagt zumindest ihre Insta-Bio. Ganz besonders liebt sie allerdings seit einigen Jahren ihren Gabe, Gabriel Grossmann. 

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Besagter Gabe hat in der letzten Woche ein zum Erbrechen süßes Video in seiner Instatory gepostet, in dem er seiner Geliebten indirekt einen Antrag macht. Aber die beiden seien nicht so der Fan von Standard-Hochzeiten, sagt er, und schickt Marissa deshalbauf eine Art High-End Schnitzeljagd um die ganze Welt. Mit im All-Inklusive-Paket reisen Stylisten, Flüge, Outfits und ihre Freunde/Arbeitskollegen/Angestellten, die natürlich die ganze Zeit mitfilmen. Wer fehlt, ist allerdings Gabe. Er wartet am Endpunkt der Reise auf seine Liebste. Ziemlich schnell wird Marissa klar: Diese Story endet nicht in einer Verlobung, sondern in einer Hochzeit. 

Erster Stop: Hamptons. Alle Infos von ihrem Zukünftigen bekommt sie übrigens nur, wer hätte es gedacht, über dessen Instastory. 

Schnitzeljagdt, Marissas Erste Aufgabe

Ihre erste Aufgabe bestand darin, drei Schmuckstücke in den Hamptons zu finden.

Die Instastory-Schnitzeljagd ist überladen mit schönen Kleidern und teurem Schmuck, deren Hersteller natürlich auch alle verlinkt wurden ... sind das etwa Produktplatzierungen, fragen sich da die ersten User. Von den Hamptons geht es weiter nach Miami, von Miami nach Paris ... das einzige, das wirklich authentisch wirkt, ist ihr Ugly-Crying-Face. Mal ganz nebenbei bekam Marissa über 20.000 neue Follower während der Schnitzeljagd dazu. Eins muss man ihnen lassen: Selbst nachträglich ihre Story-Highlights zu schauen, ist unglaublich spannend, doch der komische Beisgeschmack bleibt – das ist doch alles etwas viel. Und dann auch noch die ganze Werbung. Nicht nur ihre Fans, verfolgen das Spektakel, auch die in den Storys erwähnten Marken scheinen schon vor Marissa den nächsten Schritt der Schnitzeljagd zu kennen. Das fällt auch einigen ihrer Follower auf. Ist Marissa mal wieder überrascht, schrieben sie ihr, dass sie doch mal den Marketing-Zeitplan checken solle, dann wüsste sie, was als nächstes passiert – denn genau dieser Zeitplanwurde geleakt.

Riesiger Marketing Stunt?

In einem PDF, das dem Online-Magazine "The Atlantic" vorliegt, wurde das Event schon im Voraus an verschiedenste Marken gepitcht: "Diesen Sommer wird Marissa von @FashionAmbitionist in ein überraschendes Abenteuer hineingezogen, das von Gabriel, dem Mittelpunkt ihres Lebens, geschaffen wird. Er wird sie aus der Ferne bitten, eine unerwartete und sentimentale Reise zu ihm zu unternehmen, eine Reise, die viele bekannte Stationen auf dem Weg umfasst, die jeweils eigene einzigartige Geschenke bereit halten [...] Wir freuen uns, Ihrer Marke die Möglichkeit zu bieten, sich auf diesen bedeutsamen Anlass und die schönen Städte, die sie auf dem Weg besuchen wird, auszurichten." Marissa besteht auch heute noch darauf, dass sie nichts von dem Ganzen wusste – aber macht es das besser? Sind wir in einer Zeit angekommen, in der sogar so persönliche Ereignisse wie eine Hochzeit in einer Verlobungsfest-Extravaganza ausgeschlachtet werden? Natürlich sitzen dabei tausende User gebannt an ihren Smartphone-Bildschirmen, natürlich lieben sich die Beiden wirklich – aber ist es nicht geschmacklos seine eigene Verlobung so zu verkaufen? Laut Gabe Grossmann hätten die meisten der angeschriebenen Marken gar nicht geantwortet, nur jene, die sowieso schon mit Marissa zusammen gearbeitet haben, hätten ihr Kleider geschickt, er hätte Rabatte bei dem Schmuckhersteller bekommen und eine Fotografenagentur hätte umsonst drei Fotografen nach Paris geschickt. Klingt doch gar nicht mal so wenig, oder? Übrigens sind trotzdem keine der Posts und Storys mit Werbung markiert. Alles ganz schön shady, finden auch ihre Follower und kommentieren zunächst fleißig. Mittlerweile ist die Kommentarfunktion unter den Bildern und Storys rund um die Verlobung und Hochzeit aber ausgeschaltet.

Am Ende haben die beiden wirklich geheiratet, relativ dezent in einer allerdings spektakulären Location.

Gabe sagte gegenüber "The Atlantic“, er habe seine Freundin nur glücklich machen wollen, und das sei sie nun mal immer dann, wenn sie stundenlang Nachrichten auf Instagram beantworten kann. Letztendlich werden Marissas echte Fans wohl ein Auge zudrücken – immerhin konnten sie so einer etwas anderen Verlobung und Hochzeit beiwohnen.

Quelle: "Instagram", "The Atlantic"

Fünf Tipps, wie man vor der Hochzeit nicht zur Bridezilla wird
ivy
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hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(