HOME

Diskussion auf Facebook: Grünes Gift oder grünes Gold? Das Internet macht seinem Hass auf Koriander Luft

Koriander - ja oder nein? Die Mitglieder dieser Facebook-Gruppe sind sich alle einig: Nein.

Von Flavia Klingenhäger

Ein Bund Koriander.

Es gibt wohl kaum ein Kraut, das die Menschheit so spaltet wie dieses: Koriander.

Getty Images

Die Ägypter nannten ihn das "Gewürz des Glücks" – und ich persönlich finde, sie hatten Recht. Für mich gibt es kein einziges Gewürz, das mit dem Koriander mithalten kann. Eine Guacamole ohne Koriander? Un-vor-stell-bar. Ein indisches Curry, in dem die zarten grünen Blättchen nicht mindestens ein Drittel des Gerichts ausmachen? Könnt ihr gleich wieder mitnehmen. Oder mir noch einen Bund Koriander an den Tisch bringen. Meine Liebe zu diesem Kraut geht sogar so tief, dass ich zu jedem Zeitpunkt einen Bund im Tiefkühlfach habe. Falls der Gemüsehändler gerade mal wieder keinen mehr hat – übrigens ein weiterer Beweis dafür, wie beliebt Koriander offenbar ist, just saying –, mein Salat einfach ein bisschen lame schmeckt oder der asiatische Lieferdienst meine Leidenschaft für dieses Geschenk an die Menschheit mal wieder ein bisschen unterschätzt hat.

Ihr seht also: Ich bin eine äußerst passionierte Koriander-Konsumentin. Das sehen aber ganz schön viele Leute ein, hm, klein wenig anders. Es gibt kaum ein Gewürz, das die Gesellschaft so spaltet. Die einen lieben es - so wie ich - und die anderen kriegen es nicht runter. Also nicht im Sinne von "Hm, das Essen wäre ohne Koriander schon irgendwie besser gewesen", sondern eher frei nach dem Motto: "Ich muss mich übergeben und mir dreht es den Magen einmal komplett um." Der weltweite Korianderhass ist inzwischen so stark, dass es seit einigen Tagen eine Facebook- beziehungsweise eine Instagram-Seite gibt, auf der sich Leidtragende zusammengetan haben und ihre Abneigung miteinander teilen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, oder so. Aber seht selbst (außer, ihr findet Koriander so schrecklich, dass euch schon allein der Anblick den Magen umdreht – dann sind die folgenden Bilder wohl nichts für euch). 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Thank fuck 🙌🏽 #ihc #ihatecoriander

Ein Beitrag geteilt von IHC (@i.hate.coriander) am

Ging es euch auch schon mal so oder könnt ihr nachvollziehen, dass das für mich persönlich ein Ding der Unmöglichkeit ist? Bei mir ist es eher andersherum – Petersilie kann mir absolut gestohlen bleiben.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Yeah, nah. 🖕🏽🚮 #ihc

Ein Beitrag geteilt von IHC (@i.hate.coriander) am

Ein sehr beliebtes Motiv der Anti-Koriander-Community ist das hier: ein sehr ärgerlicher Mittelfinger vor einem Bund Koriander. Für mich ein persönlicher Affront, für viele jedoch ein Symbol ihrer Verbundenheit.

Warum finden manche Menschen Koriander so eklig?

Gerade in den vergangenen Jahren wurde oft behauptet, dass es wissenschaftlich bewiesen sei, dass Koriander für manche Menschen aufgrund ihrer genetischen Veranlagung nach Seife schmeckt und für manche Menschen eben nicht. Die Koriander-Hasser berufen sich immer noch häufig auf diese Studie – obwohl gar nicht endgültig feststeht, dass ihnen der Hass wortwörtlich mit in die Wiege gelegt wurde. Die Sendung "Quarks und Co." hat die Studie beispielsweise noch einmal unter die Lupe genommen und ist dabei zu einem anderen Ergebnis gekommen. Für den seifigen Geschmack seien weniger die Gene, sondern mehr die persönliche Erfahrung und Umwelteinflüsse verantwortlich.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

~ 🆘 ~ #ihatecoriander #ihc

Ein Beitrag geteilt von IHC (@i.hate.coriander) am

Ich würde vermutlich twittern: "Oh, da war echt viel zu viel Koriander in der Guacamole heute Mittag."

Anscheinend wirkt eine Vorliebe für Koriander auch als Verhütungsmethode ... sehr praktisch.

Ich finde die Idee von einem Anti-Koriander-Tattoo tatsächlich überhaupt nicht schlecht. So können sich Coriander-Hater nämlich ganz einfach gegenseitig erkennen und man kann als Koriander-Liebhaber möglichen hitzigen Diskussionen aus dem Weg gehen.

Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(