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Neues Buch "Paperboyos Welt": Langweilige Urlaubsbilder? Damit ist jetzt Schluss

Schwarze Pappe, eine Schere und eine Kamera - mehr braucht Rich McCor nicht, um aus langweiligen Sehenswürdigkeiten lustige Fotos zu machen. Mit seinen Scherenschnitten begeistert er über 350.000 Menschen bei Instagram und hat sein eigenes Buch veröffentlicht.

Der Fotograf hält ein Armband einer Uhr so vor den Big Ben, dass er aussieht wie eine Armbanduhr

Im Buch erzählt Autor und Fotograf Rich McCor zu jedem Bild eine kleine Anekdote: "Ohne Big Ben hätte es dieses Buch wahrscheinlich nie gegeben. Ich war gerade dabei, Londons berühmten Uhrturm von der Westminster Bridge aus zu fotografieren, als ein Vater mit seiner Tochter vorbei spazierte und wissen wollte, was ich da tue. Als ich ihnen das Foto zeigte, fragte er: 'Haben Sie das auch schon mit anderen Bauwerken gemacht?' Ich verneinte. 'Das sollten Sie aber', meinte er."

Big Ben, Louvre und Christusstatue sind Dir zu langweilig? Dann nimm Dir doch bei Deinem nächsten Städtetrip ein Beispiel an Rich McCor alias Paperboyo. Dem Londoner fiel irgendwann auf, dass er den Wahrzeichen seiner Heimatstadt gar keine Beachtung mehr schenkte. Also schnappte er sich eine Schere und bastelte Scherenschnitte aus schwarzem Karton, die er mit London Eye und Co. zu lustigen Szenarien kombinierte. 

Als Tourist in der eigenen Stadt unterwegs

Heute kann er mit seinen Fotos ein ganzes Buch füllen: "Paperboyos Welt" vereint seine besten Bilder auf 208 Seiten. "Ich bin nicht der Erste, der mit dem folgenden Zitat sein Buch beginnt, und ich werde auch sicher nicht der Letzte sein", beginnt er das Intro und zitiert Dr. Samuel Johnson von 1777:

Wenn ein Mensch London satt hat, hat er das Leben satt.

"Ich lebte in einer Stadt, die ständig Millionen Menschen aus der ganzen Welt anzieht, und hatte selbst nichts anderes im Kopf, als schnell nach Hause zu kommen, um mir ein paar Nudeln warm zu machen", erzählt er. Also machte er sich mit seiner Kamera auf Entdeckungstour und wurde zum Tourist in der eigenen Stadt. 

Schnell machte sich Unmut breit, als er merkte, dass seine Bilder genauso aussehen wie die von anderen Fotografen. Wie sollte er sich von den anderen abheben? "Eines Tages, als ich auf der Westminster Bridge stand, kam mir die Idee, meine neue Leidenschaft fürs Fotografieren mit einer alten Leidenschaft von mir zu kombinieren: dem Scherenschnitt."

Nachmachen erwünscht

Seine Bilder kamen auf Instagram gut an. Da wurde ihm klar: "Nicht technisch perfekte Fotos, sondern genau das hier sollte es sein." Mittlerweile folgen dem Londoner auf Instagram über 350.000 Menschen. 

Mit "Paperboyos Welt" will Rich McCor die Entdecker in seinen Fans wecken - und Mut machen. Ein Kapitel widmet sich seinen Fehlschlägen, die zeigen, dass man für das perfekte Foto auch Geduld braucht. Wer nach dem Durchblättern selbst Lust bekommt, seine Bilder mit Scherenschnitten zu pimpen, für den sind hinten im Buch sogar Vorlagen zum Ausschneiden drin. Also, fröhliches Nachbasteln! 

Geografie-Quiz: Erkennen Sie Deutschland Sehenswürdigkeiten aus der Vogelperspektive?
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Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?