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Frischluft, Freiheit, Familie: So sinnfrei und doch so schön – ein Plädoyer für das Spazierengehen

Spazierengehen entfaltet seine Schönheit erst in der reinen Sinnlosigkeit. Selbst das Risiko einer Erleuchtung und einer anderen Offenbarungen gilt es zu minimieren. Unser Autor erklärt, wie richtiges Spazieren geht und warum wir es alle mal versuchen sollten.

Von Leo Fischer

Frau am Strand

Jetzt, wo es wärmer wird, wollen alle raus und spazierengehen – aber wie geht das eigentlich?

Unsplash

Jetzt, wo es wärmer wird, sieht man sie wieder wuseln in den Parks und Grünanlagen: madenbleiche Menschenwürmer, die sich plan- und hilflos durch die Landschaft winden, fortlaufend gegen Bäume stoßen und von sich selber behaupten, sie würden "spazieren gehen" . Pah! Spazierengehen ist eine Kunstform, zu der etwas mehr gehört, als sich ohne Sportgeräte im Freien abzuhampeln. Wer die folgenden Punkte beherzigt, der wird künftig bewusster, selbstsicherer und vor allem professioneller spazieren, als es diese blinzelnden Watschelenten in ihren Übergangsjacken je vermöchten.

1. Die Schönheit des Sinnlosen

Spazierengehen ist eine Art des Ausruhens – ein Ausruhen in Bewegung. Spazierengehen schärft die Sinne, befreit den Verstand, lässt die Seele in eine Tüte atmen. Dadurch ist Spazieren aber auch das Gegenteil eines Sports. Wer Kalorien zählt oder verkrampft auf den Fernsprecher starrt, der kann sich auch gleich auf die Streckbank legen. Hirn und Herz werden ihm mit jeder leistungsorientiert vertanen Sekunde kleiner werden, bis er vertrocknet in der Ecke liegt wie Voldemort nach dem verlorenen Duell mit Harry Potter. Spazieren ist eine sinnlose Tätigkeit, und erst in dieser Sinnlosigkeit entfaltet sie ihre geballte Power-Schönheit.

2. Der Familienspaziergang

Typisch für das falsche Strolling ist etwa der in unseren Breiten übliche sogenannte Familienspaziergang: Mutter und Vater gehen Hand in Schwitzhand, ein Nesthäkchen prescht ungestüm voran, der halbwüchsige Sohn trottet hinterher und denkt verzweifelt ans Onanieren. Alle vier wären gerade gern woanders, sind zugleich noch aufeinander orientiert und rauben sich mit endlosen Pausen- und Pinkelwünschen den letzten Nerv. Spazierengehen ist eine einsame Angelegenheit. Am besten funktioniert sie für eine einzelne Person, die außer mit Kleidung, einer Jause und etwas Kleingeld völlig ohne Hilfsmittel und Stützräder unterwegs ist.

3. Ziel ist die Ziellosigkeit

Nichts zu tun hat Spazieren außerdem mit Wandern, Geocaching, "Wege ausprobieren" und anderen paramilitärischen Kundschaftertechniken. Wer den Spaziergang zu einem Zweck unternimmt, spaziert schon nicht mehr, sondern ist höchstens unterwegs. Es gilt, jedwedes Ziel beiseitezulassen, alle Ziele aus den Augen zu verlieren. In Tibet soll es vor Jahrhunderten einen Orden unbehauster Spaziermönche gegeben haben; da ihr jetziger Aufenthaltsort unbekannt ist, werden sie wohl erfolgreich gewesen sein.

4. Das Proviant

Wobei der Hinweis mit den Mönchen ist eigentlich falsch, weil Spiritualität auch schon wieder ein Zweck ist, und den muss man selbstverständlich ebenfalls loswerden. Um nur ja keine Erleuchtung aufkommen zu lassen, sollte man eine Menge fetter Stullen und stark zucker- oder alkoholhaltiger Getränke mit sich führen, die zuverlässig jeden höheren Sinn austreiben.

5. Armenischer Punkrock

Ein recht bekannter Spaziergänger war der Genfer Philosoph Jean-Jacques Rousseau, der am Bielersee herumflanierte und Pflanzen anguckte. Das war den Behörden schon recht verdächtig. Als er wenig später anfing, sich auch noch wie ein Armenier anzuziehen, wurde er sogar des Landes verwiesen. Darin liegt nämlich die unheimliche Macht des Spaziergängers: Seine leichthin vertrödelte Existenz ist strebsameren Naturen naturgemäß ein Dorn im Gesäß. Spaziergänger sind lästig, provozieren durch schieres Dasein; noch heute werden wir durch Jogger, Fahrradidioten und andere Leistungspersonen aufgescheucht, die uns unseren Seelenfrieden missgönnen. Spazierengehen ist nämlich auch Punkrock. Armenischer Punkrock!

6. Die Spazierfahrt

Eine Sonderform des Spaziergangs ist die Spazierfahrt. Hier setzt man sich in ein altes Auto und fährt die Landstraßen entlang, konsequent 20 Prozent unter der Richtgeschwindigkeit. Dazu wird altmodische Musik gehört und Bier getrunken (bis zur gesetzlichen Promillegrenze natürlich). Aussteigen muss man nicht unbedingt, aber mindestens einmal anhalten, zum Landschaftgucken zum Beispiel.

7. Los geht's!

Also: ein Snickers in den Beutel tun, ein Jäckchen untern Arm nehmen und sofort in eine beliebige Richtung losgehen. Nur Mut! Es kann fast nichts passieren.

Dieser Artikel ist erstmals in der NEON-Ausgabe 06/2017 erschienen.

Die #trashtag-Challenge inspiriert Menschen weltweit mit anzupacken.
Themen in diesem Artikel
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.