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Farbe des Jahres 2019: Pantone verkündet, dass wir im nächsten Jahr alle Korallenrosa lieben werden

Das US-Unternehmen hat großen Einfluss auf unseren Alltag. Zumindest wenn es um Farben geht. Deshalb sollten wir uns besser jetzt schon alle mit dem leuchtenden Lachsrosa anfreunden – und vielleicht auch die Gedanken auf die extrem bedrohten echten Korallenriffe im Meer richten.

LIving Coral heißt die neue Farbe des Jahres

LIving Coral heißt die neue Farbe des Jahres

Erinnert ihr euch an diese eine "Spongebob"-Episode (R.I.P., Spongebob-Erfinder...), in der der gelbe Schwamm einer von den coolen Kids sein will und deshalb ständig das Wort "korall" für "cool" verwendet? Unterwasserslang, sozusagen. Jetzt hat sich der kleine Streber-Schwamm aus der Zeichentrickserie als Prophet erwiesen: Wer im kommenden Jahr cool sein will, setzt voll auf Koralle.

Denn die Meister der Farben, das US-Unternehmen Pantone, hat gerade die Trendfarbe des kommenden Jahres verkündet. "Living Coral" heißt sie, und ist ein leuchtendes Lachsrosa. "Eine anregende und lebensbejahende Korallen-Farbe mit einem goldenen Unterton und einer weichen Seite", umschreibt es Pantone poetisch.

"Living Coral strahlt die wünschenswerten, uns bekannten und kraftspendenden Aspekte von Farben, die wir in der Natur finden, aus", so das Unternehmen. "In seiner strahlenden, aber leider immer seltener werdenden Präsenz in den Ozeanen, fesselt diese lebendige und quirlige Farbe unsere Augen und unseren Geist." Mit der Auswahl will Pantone auch auf den Zustand von Korallenriffen weltweit aufmerksam machen. Die Farbe sei "sinnbildlich dafür, wie Korallenriffe zur Heimat einer vielfältigen Auswahl von Farben werden."

Auch ein Hinweis auf den Umweltschutz

Die UNO warnt, dass Korallenriffe in den nächsten Jahrzehnten aussterben könnten. Wenn jetzt keine Maßnahmen ergriffen würden, "könnten sie für immer verloren sein," so Erik Solheim, Chef des UNO-Umweltprojekts UNEP. "Neben der Klimaerwärmung stellen auch Überfischung, Verschmutzung und Küstenbebauung große Gefahren für die Riffe dar."

Ob die Wahl zur Farbe des Jahres die echten Korallen im Meer retten kann, ist fraglich. Die Pantone-Farbtabelle ist allerdings maßgebend für Druckereien, Grafiker, Werbeunternehmen, Interior-Design, Mode und Make-up. Insofern hat eine Wahl wie diese durchaus Einfluss auf viele Bereiche des täglichen Lebens. Wir sollten uns jetzt besser schon damit anfreunden, in den kommenden Monaten unsere Zimmer korallenfarben zu tapezieren, unseren Schminkkasten entsprechend umzusortieren und auch unsere Garderobe entsprechend anzupassen. Alles auf rosa!

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wt
Themen in diesem Artikel
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?