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Günstig reisen: Sechs Spartipps, um eine Weltreise zu finanzieren

Normales Gehalt, bezahlbare Hobbys und trotzdem keine Kohle, um für eine Weltreise zu sparen? Wir zeigen Euch, wie sich das ändern lässt.

Von Refinery29-Autorin Emelyn Rude

Weltreise geplant? – Sechs Spartipps, um diese zu finanzieren

"Sparziel meiner Weltreise waren 15.000 Euro" (Symbolfoto)

Vor etwa zwei Jahren habe ich meinen Job geschmissen, um die Welt zu bereisen. 25 Länder und unzählige Busreisen später, kann ich nun von mir behaupten, einen Fußballprofi in Pristina gedatet und, ohne es zu wissen, in Shanghai den Magen einer Ente gegessen zu haben; mit einem Elektroscooter durch die eng stehenden Bagan-Pagoden gecruist und in der Halmaherasee mit Haien getaucht zu sein. In Budapest habe ich ausgiebig gebadet und mich in einem Freizeitpark, am Fuß einer Salzmine in Transsilvanien, vergnügt. All das konnte ich mir nur mit einhundert Prozent Sparsamkeit erlauben.

Bevor ich berichte, wie mir das gelungen ist, muss ich zunächst aber über meine Privilegierung sprechen. Ich habe einen deutschen Pass, einen Uniabschluss und bin, dank meiner sparsamen Eltern, schuldenfrei. Mit meinem Gehalt zähle ich zu dem einen Prozent der weltweiten Topverdiener (da ich mehr als 30.000 Euro pro Jahr verdiene). Nur dadurch konnte ich es mir erlauben, ein wenig zu sparen. Ich musste noch nie jemanden um finanzielle Hilfe bitten. Es ist mir aber natürlich bewusst, dass nicht jeder einfach sein Leben umkrempeln und auf Reisen gehen kann.

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Sparziel für meine Weltreise: 15.000 Euro

Nachdem ich zu Beginn einige Reiseblogs studierte, wusste ich, dass mich mein Vorhaben zwischen 13.000 Euro und 17.000 Euro kosten würde. Zwar habe ich die Sparsamkeit meiner Eltern geerbt, es war mir aber wichtig, mir während der Reise nicht ständig Gedanken über meine Ersparnisse machen zu müssen. Daher habe ich mir ein konkretes Sparziel von 15.000 Euro gesetzt. Damals lebte ich in München und verdiente, als Mitarbeiterin einer Restaurantkette, 38.000 Euro im Jahr. Nach Steuerabzug verblieben mir 2120 Euro pro Monat, wovon 785 Euro für Miete, 30 Euro für Nebenkosten und 100 Euro für eine Abo der öffentlichen Verkehrsmittel, abgingen. Da ich nicht ewig darauf warten wollte, mich endlich davon zu machen, setzte ich mir ein Sparziel von 900 Euro pro Monat, womit mir noch etwas mehr als 300 Euro für sonstige Ausgaben blieben. Auch wenn ich mein Ziel nicht jeden Monat genau erreicht habe, bin ich ihm doch jedes Mal sehr nah gekommen.

1. Jeder Cent zählt

Diese Methode ist eigentlich ziemlich simpel. Nachdem ich es zunächst mit einer App versucht hatte, griff ich schließlich doch auf die gute alte Excel-Tabelle zurück. Allabendlich habe ich darin jede noch so kleine Ausgabe, bis auf den letzten Cent genau, notiert. Da ich die Liste wirklich jeden Abend betrachtete, wusste ich genau, wofür ich mein Geld ausgab. Noch wichtiger aber war, dass sie mich stets daran erinnerte, wofür ich sparte.

2. Nimm kostenlose Angebote wahr

Ich hatte das Glück, dass ich auf der Arbeit kostenlos essen konnte. Oft hatte ich das Angebot bisher nicht in Anspruch genommen, sondern traf mich lieber mit Freunden in Restaurants oder kochte selbst. Angesichts meiner Reisepläne kamen mir die kostenlosen Mahlzeiten aber sehr gelegen. Wenn ich mal ausging, hatte ich immer die Notizen aus meiner Excel-Tabelle im Hinterkopf. Ich muss gestehen, dass ich eine Schwäche für gutes, oft auch überteuertes, Essen habe. Also musste ich mich ziemlich zusammenreißen. Wenn ich noch 30 Euro für eine Woche zur Verfügung hatte, hielt ich mich an Sonderangebote, oder kochte daheim. Falls ich mal 150 Euro übrig hatte, gönnte ich mir aber doch einen Besuch in einem Restaurant. Für besondere Anlässe, wie Geburtstage, versuchte ich extra zu sparen. Wenn ich mal gar nichts übrig hatte, lief es eben auf einen Netflix-Abend mit Freunden hinaus. Geholfen hat mir dabei immer, mein Ziel im Auge zu behalten.

Die Füße einer Frau liegen in Wollsocken auf einer Heizung. Auf der Fensterbank stehen ein Kaffeebecher und ein Smartphone

3. Lass Dein Geld für Dich arbeiten

Damit ich leicht an mein Geld kommen konnte, legte ich einen großen Teil davon auf einem Sparkonto an, wofür es 0,9 Prozent Zinsen gab (und damit etwas mehr, als die gängigen 0,6 Prozent bei anderen Banken). Damit sammelten sich ungefähr 150 Euro Zinsen an. Ich habe mich außerdem darüber informiert, welche die beste Kreditkarte für Reisende ist. Damit umging ich zum einen lästige Gebühren, welche sich ganz schön summieren können. Zum anderen zahlte ich damit auf meiner Reise so viele Busfahrten, Restaurantbesuche und Hotels wie möglich, um Bonuspunkte zu sammeln. Hierfür erhielt ich am Ende einen kostenlosen Flug im Wert von 700 Euro.

4. Teure Fitnesskurse sausen lassen

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da habe ich regelmäßig 100 Euro pro Woche für ein schickes Fitnessstudio ausgegeben. Dort ließ ich mich dann jedes Mal eine Stunde lang von jemandem anschreien, um in Form zu kommen. Angesichts meiner Sparpläne konnte ich jedoch nicht einmal mehr einen Kurs für 35 Euro rechtfertigen. Stattdessen lud ich mir eine Yoga-App herunter, studierte einige Gymnastikübungen und joggte im Stadtpark. Im Winter schloss ich dann eine Mitgliedschaft für nur 10 Euro in einem Fitnessstudio ab.

5. Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel

Seltsamerweise war dies für mich der härteste Teil des ganzen Vorhabens. Keine Taxis, kein "Car2Go", sondern nur die guten alten Bahnen und Busse. Damals lebte ich weit entfernt von der Innenstadt. Für den Weg zur Arbeit klappte das prima. Aber nach dem Feiern konnte es schon mal zwei Stunden dauern, wieder nach Hause zu kommen. Der bloße Gedanke daran, nachts zwei Stunden mit der U-Bahn umherzugondeln, ließ mich dann zweimal darüber nachdenken, ob ich wirklich ausgehen sollte.

6. Der Stress lohnt sich

Nach anstrengenden eineinhalb Jahren hatte ich etwas mehr als 14.500 Euro gespart. Am Ende, nachdem ich meine Wohnung gekündigt und 1730 Euro Kaution zurückbekommen hatte, wurden sogar über 16.000 Euro daraus. Sechs Wochen später saß ich im Flieger nach Mailand, gefolgt von einer Zugfahrt nach Slowenien, einer Busfahrt nach Kroatien und einer weiteren Busfahrt nach Montenegro. Elf Monate absolute Freiheit, mit zahlreichen Abenteuern, waren dies alles hundertprozentig wert.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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