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Kein Platz, keine Zeit: Verhindert unser Lifestyle, dass wir noch Haustiere halten können?

Tiere sind toll. Lieb, flauschig, treu. Und gut für unsere Gesundheit sind sie auch noch. Trotzdem haben immer weniger junge Menschen eigene Haustiere. Und das hat leider gute Gründe. Geht es euch auch so?

Eine Szene aus dem Zeichentrickfilm "101 Dalmatiner"

Hund, Katze, Maus? Bei vielen von uns passen Haustiere nicht mehr ins Leben.

Picture Alliance

Ich war neulich zu Besuch in einem Hamburger Katzencafé. Ein Café, in dem eine Gruppe Katzen lebt, ja. Auch wenn die allesamt wenig interessiert an den menschlichen Besuchern waren, war es nett, mal wieder ein paar der Samtpfoten zu Gesicht zu bekommen. Denn, wenn ich so überlege, ist es lange her, dass ich eine Katze gesehen oder gestreichelt habe. Dabei mag ich die Vierbeiner sehr.

Ich bin auf dem Dorf groß geworden. In einem Haus mit Garten, an einer ruhigen Straße. Wir hatten Kanarienvögel, Kaninchen, eine Schildkröte im Gartenteich – und immer Katzen. Das ging wunderbar, da genügend Platz da war, die Umgebung passte, und wenn wir mal in den Urlaub fuhren, wohnte die Familie in der Nähe und jemand konnte sich problemlos um die Tiere kümmern.

Auf dem Dorf funktioniert Tierhaltung prima

All das ist bei mir – und vielen von euch – heute aber anders. Sehr oft schon habe ich mich durch die Vermittlungsseiten des Hamburger Tierheims gescrollt und sehnsüchtig darüber nachgedacht, wie schön es wäre, mit einem schnurrenden Mitbewohner auf dem Sofa zu kuscheln. Aber gerade, weil ich als Kind jeden Tag erlebt habe, wie selbstständig und freiheitsliebend Katzen sind, fällt es mir schwer, eine Katze in eine Zweizimmerwohnung sperren zu wollen. Doch mehr Platz oder gar eine Wohnung mit Garten – das ist für die meisten Städter unter uns eben einfach nicht drin.

Dazu kommt, dass die Rolle der "Hausfrau" heute praktisch nicht mehr existiert. Wir gehen studieren, zur Ausbildung, zur Arbeit – und das Tier bleibt zurück. Allein. Viele Stunden am Tag. Und abends? Wollen wir auch noch oft ausgehen. Feiern, Freunde treffen, ins Kino, aufs Konzert. Und wieder sind wir mehrmals die Woche weg.

Und was ist mit dem Urlaub?

Und dann der Urlaub. Ich fühle mich schon schlecht, Freunde zu bitten, zweimal die Woche zum Blumengießen vorbeizukommen. Zweimal täglich das Tier füttern und knuddeln, das möchte ich niemandem abverlangen. Und anders als auf dem Dorf, wohnt meine Familie nicht drei Straßen weiter, sondern 200 Kilometer entfernt.

Sicher gäbe es Möglichkeiten, da einen Kompromiss mit dem eigenen Gewissen auszuhandeln. Aber ganz pragmatisch gesehen, eignet sich mein Leben, so wie das vieler anderer junger Erwachsener heute, nicht wirklich für die Haustierhaltung. Und das ist so schade: Tiere sind toll. Sie sind flauschig, loyal, lustig, beruhigen uns und verbessern unsere Laune. Aber es geht eben nicht nur um uns. Auch das Tier muss etwas von dem Deal haben.

Immerhin gibt es immer mehr Arbeitgeber, die Bürohunde erlauben. Wir erleben das auch in der Redaktion immer wieder: Sobald jemand einen Besuchshund mitbringt, leuchten im ganzen Team die Augen und den restlichen Tag herrscht super Laune. Aber das ist leider nicht bei jeder Art Job möglich. Ein Krankenpfleger kann nicht mit seinem Dackel auf der Station aufschlagen, eine Genforscherin nicht ihren Schäferhund mit ins Labor bringen.

Vielleicht gibt es einen Kompromiss?

Nachdem mich das Katzencafé nicht wirklich überzeugt hat, habe ich mit mir selbst den Deal geschlossen, demnächst mal nach einer zumindest etwas größeren Wohnung  Ausschau zu halten. Mit einem Balkon, den man katzensicher ausbauen kann. Und dann eine Mieze zu finden, für die der Umzug in diese Umgebung eine gute Sache wäre – vielleicht blind, taub oder dreibeinig. Mit der ich dann ohne ganz schlechtes Gewissen das #teamstubenhocker bilden kann.

Eine schwarze Katze liegt entspannt auf dem Rasen, eine weiß-blond gefleckte Windhündin steht über ihr und will spielen
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.