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Erkältung, Grippe & Co.: So wirst du schnell wieder gesund, ohne heißen Zwiebelsaft trinken zu müssen

Du liegst flach, es geht dir mies – und das Internet hat nur einen einzigen Tipp für dich? Wenn du wieder auf die Beine kommen willst, ohne den überall empfohlenen heißen Zwiebelsaft mit Zucker exen zu müssen, lies einfach weiter.

Eben noch Mensch, jetzt wehleidiger Schmerzklops: Kranksein ist nicht schön

Eben noch Mensch, jetzt wehleidiger Schmerzklops: Kranksein ist nicht schön

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Der Kopf ist dicht, die Nase zu, der Hals fühlt sich nach deinem ausdauerndem Husten an wie rohes Mett und deine Lunge quietscht beim Ausatmen komisch? Willkommen im Club, dann hat's dich also auch gerade erwischt. Tja, bevor uns Sonne und Frühling vergönnt werden, müssen wir offenbar alle noch einmal leiden. Was macht man jetzt am besten, wenn einen die Viren befallen und erfolgreich ausgeknockt haben? Fragt man das Internet, ist der erste Tipp immer und überall: Heißen Zwiebelsaft trinken. Fragt man aber seinen eigenen Körper, sagt der: WAS ZUR HÖLLE; GEH WEG; GEHT'S DIR NOCH NICHT SCHLECHT GENUG?!

Okay. Hier also ein paar Tipps, die ganz bestimmt keinen heißen Zwiebelsaft beinhalten.

1.) Ruhe, verdammt nochmal!

Kuscheln ist schön und in jeder Hinsicht gesund, aber vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, deinen Partner mal für ein, zwei Nächte aufs Sofa zu verbannen. Nicht nur, damit er oder sie sich nicht ansteckt, sondern auch, damit du wirklich Ruhe hast und ohne Rücksichtnahme husten, niesen, leiden und vor allem schlafen kannst. Dein Körper ist nämlich ziemlich clever und hat längst ganz alleine angefangen, die Krankheitserreger anzugreifen. Wenn du Fieber bekommst, ist genau das ein Anzeichen dafür. Während er allerdings damit beschäftigt ist, Viren aus deinen Atemwegen zu fegen, fehlt die Kraft für anderes. Wenn du jetzt trotzdem darauf bestehst, arbeiten zu gehen / Sport zu machen / das Haus zu putzen, dann wendet er die Kraft eben dafür auf und nicht für die Virenbekämpfung. Wollen wir das? Nein, verdammt. Ab ins Bett!

2.) Be nice to your Immunsystem

Wir lieben sie ja, all die Menschen, die ständig betonen, dass sie nie krank werden und ein Top-Immunsystem haben. Wir glauben aber auch, dass die alle nicht in Großstädten wohnen oder in Großraumbüros arbeiten. Oder Spaß am Leben haben. Oder Freunde. Fakt ist aber: Wenn du krank darnieder liegst, dann ist das Unglück schon passiert und alle Zink- und Vitamin-C-Brausetabletten der Welt bringen nix mehr. Schaden wird je eine davon am Tag jetzt aber vermutlich auch nicht, also gönn' dir. Überhaupt ist Trinken jetzt erstmal dein Hauptjob und das einzige, auf das du dich konzentrieren solltest. Zwei Flaschen Wasser am Tag sollten jetzt mindestens drin sein (also: in dir) und dazu gern reichlich Tee und Gemüse- oder Hühnerbrühe. Wenn du nicht viel Hunger hast, ist das okay – du bewegst dich ja bestenfalls auch gerade nicht. Schau aber, dass du genügend Mineralstoffe und Vitamine in dich rein bekommst – iss morgens zum Beispiel Joghurt mit Bananenstückchen und Honig, abends vielleicht Suppe, gern mit reichlich Ingwer und Salz. Ingwer, da er antibakteriell wirkt und die Atemwege angenehm befreit. Salz, da du das beim Schwitzen verlierst und es wichtig für den Elektrolythaushalt ist.

3.) Heiß? Kalt? Warm?

Du zitterst mit zähneklapperndem Schüttelfrost, während dir Fieberschweiß die Stirn hinunterrinnt? Tja, das kommt vor. Das vielleicht Schwierigste am Kranksein ist das Finden der perfekten Zimmertemperatur, um weder das Gefühl zu haben, zu verglühen, noch zu erfrieren. Hier kommen die ultimativen Tipps: Zieh dir deine leichtesten Schlafklamotten an – sie sollen nicht wärmen, nur den Schweiß auffangen. Und dann zieh dir deine dicksten, wärmsten Socken an die Füße. Frauen wissen es längst: Die Temperatur der Füße beeinflusst tatsächlich das Immunsystem. Also mach's den Dingern kuschelig! Dann reißt du das nächstbeste Fenster sperrangelweit auf, drehst die Heizung auf Minimum, wickelst dich erst in eine dünne Decke und dann in deine warme Bettdecke. Das wurde von mir bei Februartemperaturen getestet und für optimal befunden. Das Fiebergesicht wird gekühlt, der frierende Rest ist schön warm. Außerdem tut die Ladung Sauerstoff dir gut und die Raumluft wird ausgetauscht und enthält weniger Viren.

4.) Hygiene, Baby!

Hey, kleine Virenschleuder! Du bist zwar krank und matschig, aber ein bisschen Verantwortung hast du jetzt trotzdem: Die Verbreitung deiner Keime muss auf ein Minimum reduziert werden. Das heißt: Bei jedem Badbesuch gründlich die Hände waschen. Und Badbesuche sollten übrigens erstmal deine einzigen Besuche sein. Zudem schadet es jetzt nix, wenn überall griffbereit antibakterielle Sprays, Tücher und Handgele herumstehen. Wann, wenn nicht jetzt, sind sie sinnvoll? Gerade, wenn du deine Wohnung mit anderen Menschen teilst – sei kein Arsch und wisch dir so gewissenhaft wie möglich selbst mit Sagrotan hinterher.

5.) The drugs don't work

Medikamente? Hm. Ja. Vielleicht. Aber da hat jeder ja sowieso seine eigenen Ansichten und du lässt dir von uns nix erzählen, oder? Aber ein paar weise Worte: Nimm keine Medikamente, so lange sie nicht nötig sind. Bei echter Grippe warst du hoffentlich beim Arzt. Was der dir verschreibt, nimmst du natürlich ein. Wenn du aber eh nur im Bett liegst und schläfst, brauchst du in der Zeit kein Super-Kombi-Präparat mit Pseudoephedrin (das, was ständig im Fernsehen beworben wird) und das brauchst du sonst eigentlich auch wirklich nicht. Es sei denn, du MUSST auf Leben und Tod irgendeinen Termin / irgendeine Aufgabe wahrnehmen. Andernfalls lass einfach erstmal deinen Körper machen. Auch Fieber solltest du nur senken, wenn es bedrohlich hoch wird – ansonsten gehört es nämlich zum Selbstreinigungsprozess deines Körpers. Den zu unterbrechen ist echt kontraproduktiv. Im Fall der Fälle etwas mit Acetylsalicylsäure dabei zu haben, ist nicht verkehrt. Es hilft nicht nur gegen den Erkältungskopfschmerz, sondern wirkt auch fiebersenkend und entzündungshemmend. Auch Dinge wie Hustenlöser für den Tag oder Hustenstiller für die Nacht können sinnvoll sein. Und deine Nase freut sich womöglich über Meerwasser-Nasenspray.

6.) Das Internet

Wie sind wir eigentlich gesund geworden, als es noch kein Netflix und kein Youtube gab? Als wir noch auf Klatsch-Zeitschriften und das Fernsehprogramm angewiesen waren, um uns während der Genesung nicht aus Versehen zu Tode zu langweilen? Ich erinnere mich an eine Mandelentzündung in der Grundschulzeit, in der ich mein Wissen über das abenteuerliche Leben von Thomas Magnum enorm optimieren konnte, ohne je darum gebeten zu haben. Fand ich aber okay. Dafür erinnere ich mich heute noch an absurde Fieberträume von lüsternen Minnesängern aus "Ein Spukschloss im Spessart". Das braucht nun wirklich keiner. Hoch lebe Netflix! Ein Wort der Warnung allerdings: So großartig das Internet auch ist, eines lasst möglichst bleiben: Symptome googeln.

Ivy testet Beauty Hacks


wt
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(