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Familienheld Die wunderschöne Geschichte hinter diesem Foto

Spontan-Adoption: Marc Hadden
Marc Hadden mit Ehefrau Beth und den Kindern Parker, Will und Rebecca Grace
© Facebook/Marc Hadden
Diese Geschichte einer Blitz-Adoption, durch die Beth Hadden und Ehemann Marc innerhalb von 48 Stunden Eltern wurden, ist wirklich spektakulär.

Manchmal kommen die Dinge eben einfach zusammen. Als Feuerwehrmann Marc Hadden aus South Carolina am 14. November 2011 zu einem Einsatz ausrückte, wusste er nicht, dass sich sein Leben für immer verändern würde. Dem US-Magazin "People" erzählte er, eine Frau habe den Notruf gewählt, da sie Schmerzen im Abdomen verspürte. Wenig später hielt Hadden die frischgeborene Tochter der Frau in seinen Armen. "Sie hatte von Anfang an Probleme", so Hadden gegenüber "People". Das Mädchen habe nicht alleine atmen können, erst nachdem er ihr künstlich Sauerstoff zuführte, habe sie ihren ersten Schrei getan. "Das war unfassbar schön", so der 48-Jährige.

Kaum im Krankenhaus angekommen, habe die Mutter des Mädchens zu verstehen gegeben, dass sie sich nicht um das Baby würde kümmern können. Wie es der Zufall wollte, hatten Marc und seine Frau Beth, bereits Eltern von zwei Jungen, schon länger mit dem Gedanken gespielt, ein Kind zu adoptieren. "People" sagte Beth, sie könne sich noch genau an den Anruf erinnern, in dem ihr Mann ihr sagte, dass er soeben ein Baby zur Welt gebracht habe. Ihre Antwort sei ein scherzhaftes "Können wir sie behalten?" gewesen. Doch als sich herausstellte, dass das kleine Mädchen tatsächlich zur Adoption freigegeben werden würde, kam der Stein ins Rollen. 

Spontan-Adoption: Marc Hadden
Marc Hadden ist Feuerwehrmann und Familienvater in South Carolina
© Facebook/Marc Hadden

Beth besuchte die Mutter, die bereits Schwierigkeiten hatte ihren Sohn im Teenager-Alter über die Runden zu bringen, im Krankenhaus. Während ihrer Unterhaltung sei ein Arzt ins Zimmer gekommen, um die Frau zu informieren, dass das Krankenhaus nun alle Papiere beisammen habe, um den ersten Schritt im Adoptionsprozess zu gehen. Doch sie wollte ihr Baby nicht einfach in die Arme von fremden Menschen übergeben. "Also habe ich ihr erzählt, dass Marc und ich schon viele Jahre adoptieren wollten", so Beth Hadden. "Sie sah mich an und sagte: 'Ich will, dass Sie mein Baby adoptieren.' Ich rief meinen Mann an und sagte: 'Ich glaube, wir haben gerade ein Baby bekommen.'"

Wenige Stunden später hatte das Paar vorläufige Sorgerechtspapiere unterschrieben und konnten die kleine Rebecca Grace mit nach Hause nehmen. Beth: "Das war wie ein Lottogewinn."

Leben nach der Adoption

Inzwischen lebt Gracie, so der Spitzname des kleinen Mädchens, seit sechs Jahren bei den Haddens. Und auch wenn sie vollkommen zur Familie gehört, wollen ihre Eltern, dass sie weiß, wo sie herkommt. "Sie wusste von Anfang an Bescheid", so Marc. "Ich war sogar schon mit ihr an dem Krankenwagen, in dem sie geboren wurde." Ab und zu erzähle sie sogar die Geschichte, wie ihr Vater sie zur Welt gebracht und ihr geholfen habe, ihren ersten Atemzug zu nehmen. Beth: "Manchmal passieren einem die besten Dinge im Leben von einem Augenblick zum anderen – dann darf man sie nicht einfach vorüberziehen lassen."

jgs

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