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Künstlerin beschwert sich: Angeblich zu "sexuell" - Facebook sperrt Rotkehlchen-Weihnachtskarte

Eine britische Künstlerin wollte ihre Weihnachtskarten über ihren Facebook-Shop verkaufen. Das Netzwerk aber fand ihre Bilder von Rotkehlchen, Hirsch und Co. zu "sexuell". Warum auch immer.

Jackie Charley lebt in Schottland und betreibt eine kleine Facebook-Seite, auf der sie von ihr gemalte Weihnachtskarten für kleines Geld verkauft. Als sie nun Ende Oktober einige Motive in ihren Shop in dem sozialen Netzwerk laden wollte, poppte auf einmal ein Hinweis auf: "Es sieht so aus, als ob wir diesen Artikel nicht erlauben, weil der Verkauf von Erwachsenenprodukten und -diensten nicht gestattet ist (z.B. Sex-Artikel oder Erwachsenenfilme)." Das berichtet die Künstlerin auf ihrer Facebook-Seite.

Bei den Motiven handelte es sich um ein gemaltes Rotkehlchen, ein Eichhörnchen und einen Hirsch. Wirklich sexueller Natur oder anstößig sind die Bildchen nicht. Immer wieder habe Charley versucht, die Karten in ihren Shop hochzuladen - ohne Erfolg. Sie habe "nicht aufhören können, zu lachen", als sie erfahren hatte, was der angebliche Grund für ihre Sperre sei. Mit einem Augenzwinkern schrieb sie, dass die Karten geblockt habe wegen derer "schandhafter, sexueller Natur". Und zu den Bildern, die sie offenbar auf ihrem Profil posten, aber eben nicht im Shop anbieten durfte: "Bitte entscheiden Sie selbst."

Jackie Charley darf das Rotkehlchen-Bild wieder verkaufen

Rotkehlchen heißen auf Englisch robin oder auch robin redbreast. Auf entsprechende Nachfragen von Nutzern hin beteuert Charley allerdings, dass die Datei, die sie hochladen wollte, lediglich Robin hieß und das Schlagwort breast nicht darin vorkam. Mehrere britische Medien, die über den Fall berichtet haben, wie unter anderem der "Guardian", haben Facebook um eine Stellungnahme gebeten, aber noch keine Antwort bekommen. Durch die Aufmerksamkeit auf dem Fall ist die Sperre laut Charley aber inzwischen aufgehoben worden und die Rotkehlchenbilder könnten nun in den Shop hochgeladen werden.

Facebook wird immer wieder wegen seiner Lösch- und Sperrpraktiken kritisiert. Vergangenes Jahr geriet das Netzwerk in die Schlagzeilen, weil das pulitzerpreisgekrönte Foto "Napalm Girl" wiederholt verbannt wurde, das ein nacktes Mädchen mit Brandwunden aus dem Vietnamkrieg zeigt.

fin

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